/me

2002-01-13 00:17:58 (UTC)

traurigkeit mit stahl vermischt

ein glas, nur eines noch, voll schweren vergessens. es
scheint, als kehrten alte, dichterische zeiten wieder. voll
schwermut und blutdurst.

Traurigkeit mit Stahl vermischt
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traurigkeit ist schillernd bunt, viel bunter als licht
wenn es durch ein prisma fällt. und viel dunkler als das
schwärzeste schwarz. dieses schwarz schluckt das licht
nicht einfach, es frißt es, zerreißt es , zermalmt es
zwischen seinen traurigen kiefern. das schwarz ist traurig
um seiner selbst willen – weil es so stark ist das jeder an
ihm stirbt. dieses schwarz ist keine bitter-süße
melancholie. es frißt sich selbst die leber aus dem wunden
leib. weil es ans ich selbst gefesselt ist und an sich
selbst leidet weil es sich selbst nicht von seiner existenz
erlösen kann. es ist sein eigener schmerz, es fügz sich
selbst wunden zu, nur um ein bißchen farbe sehen zu können.
keinen blauen himmel zwar, aber ein rot voller austretendem
leben.

gute nacht mein leser, trinken wir auf bessere zeiten?