/me

2001-12-17 20:52:03 (UTC)

*angekotzt*

nur krankes volk im i-net und so traurig und so schön
anzusehen. die vernarbte schönheit. schönheit die sich
selbst zerstört ist sehr tragisch. jaja. das klassische
motiv.

über die vergangenen beiden tage gibt es nichts zu
berichten, außer, das ich die tage, ihre anzahl,
durcheinanderbringe. die tage hinter mir und die tage vor
mir, sind tage, an denen ich einen stromlinienförmigen kopf
haben möchte um möglichst berührungslos hindurchschlüpfen
zu können. wenn es einen schaöter gäbe der es ermöglichte,
die empfindungen abzustellen und rein mechanisch zu
funktionieren, dann würde ich ihn jeden morgen betätigen.
im kopf könnte ich dann woanders sein. es ist so
langweilig, ich brauche einen anderen job und ich brauche
klarheit über mich. ich bin sehr oft „not accessed to this
world“, ich sehe meine gefährtin und es ist bloß fleisch,
irgendein arm der (meinen) einen körper umfängt und ich
denke *was soll das?* und wenn ich jetzt daran denke, höre
ich den gedanken zu durch einen fremdes hirn schießen und
sehe fremde, irgendwelche finger diese gedanken in die
tastatur hämmern. das ängstigt mich nicht, es beunruhigt
mich nur, weil es wieder stärker wurde. leider tritt es
nicht stark genug auf, um den weiter oben geschilderten
effekt zu kreieren. ich habe ganze welten in meinem kopf,
grüne wiesen, vielleicht wie die, die im „herren der ringe“
vorkommen könnten. und ich kann nicht zu ihnen vordringen,
ich kann sie nur ansehen. selbst die musik ( faith and the
muse) läuft an mir mehr oder weniger vorbei. seltsam ist
das. und eine katze steigt auf das bett, ob sie wohl hier
wohnt? natürlich wohnt sie hier, es ist meine katze, ich
weiß es und fühle eine trennung, ich fühle nicht, das es
meine katze ist.
mein verwirrter leser, du weißt sicher, wovon ich spreche,
es ist ja nicht das erste mal. ich spüre kein bedürfnis
danach, mich zu verletzen um diesen zustand aufzuheben. nur
vorhin ganz kurz, lachte mich die arterie am handgelenk
kurz an ( deren namen ich eigentlich wissen müßte,
schließlich habe ich das mal gelernt, aber egal,
interessiert nicht).

morgen geht die sinnlosigkeit weiter, das unausgefüllt
sein, die leere die sich reproduzieren kann. wie ein
lebendiges wesen, oder eher untot. das pop-up-fenster bei
op öffne ich nur mehr selten. ich will nicht angequatscht
werden und dann sinnlosen smalltalk führen. oder
diskussionen darüber, ob ein geistig gesunder mensch sich
suizidieren kann und ob es nicht ein zeichen für
geistesschwcähe ist, sich das leben nehmen zu wollen, ob
das also schon krank ist. und dann wieder ewig die gleichen
diskussionen, dieselben „argumente“, so öde.
alles ist öde. außer SHAKESPEARE, ich lese gerade „julius
cäsar“, das ding mit den *iden des märz* , das ist halbwegs
interessant. es ist interessant zu sehen, aus welchen
motiven heraus die protagonisten handeln. nicht nur die tat
ist wichtig, das motiv ist ebenfalls bedeutsam. man kann
aus den richtigen motiven heraus das falsche tun und
umgekehrt.
und, mein leser, denkst du, ich sein selbstmitleidig du
müsse nur meinen arsch mal hochkriegen? soll ich dir die
fresse eintreten? dir den kopf abreißen und den blutigen
stumpf deines halses ficken? aber nein, das würde ich doch
nie tun.
bis morgen, welt.