/me

2001-12-07 09:37:42 (UTC)

If loneliness was all

sinn, sinn, sinn. so leer, so still, ganz regungslos.
man kann besitztümer anhäufen, gesund sein usw. und doch
ist eine ecke immer leer. ich finde nicht, womit ich sie
füllen könnte. je nachdem wie der maßstab gesteckt ist, bin
ich sogar reich. vielleicht ist es der mangel an problemen,
an reibung, der mangel an momenten in denen ich spüre, daß
das leben wirklich ist. ich spüre die abwesenheit des
spürens. ich sollte mehr unter menschen gehen. doch wie
stellt man das an? was sagt man? „Guten Tag, wie geht’s?“
und dann? um sowas zu üben, schlug meine gefährtin vor, ich
solle meine großmutter anrufen. das ergebnis war, daß sie
beinahe die ganze zeit sprach während ich desinteressiert
zuhörte, die richtigen kommentare an den richtigen stellen
gab. es war ein monolog, monoton. es war einfach
uninteressant.
ich konnte nichts daraus lernen. lernen wäre mal was. der
wunsch nach veränderung ist hier der ausdruck von
stagnation. eine kugel durch das stammhirn geschossen würde
die stagnation ebenfalls beenden. aktionen und
unternehmungen sind bloße tünche, sie füllen die ecke
nicht, sie stellen ein spanische wand davor. oder bilde ich
mir das alles nur ein, bin glücklich ohne es zu bemerken?
mich mit anderen austauschen, doch worüber? wie geht das,
jemanden kennenzulernen? ist nicht jeder mißtrauisch und
beinhaltet nicht jede bekanntschaft auch eine
verpflichtung?! ich will niemandem verpflichtet sein. ich
wünschte, ich würde mich besser artikulieren können.
vielleicht sollte ich mal einen kurs an der vhs belegen.
deutsch für anfänger.