/me

2001-12-06 21:45:11 (UTC)

*mach kaputt was dich kaputt macht*

aus unerfindlichen gründen fühle ich mich heute wieder
etwas stärker zu den suizidforen hingezogen. vielleicht ist
die welt nur wiedereinmal schlecht- obwohl, nein, ist sie
nicht, die welt ist so, wie sie immer ist. dann bin ich
schlecht. wiedereinmal unwert, unnütz. und ich habe keine
waffe. den lauf in den mund einführen , ob er wohl ölig
schmeckt?, ein wenig nach oben abwinkeln, den finger um den
abzug krümmen und noch bevor störende gedanken sich
ausbreiten könnten, wäre das gedankenerzeugungsaggregat
außer betrieb. die stampfende maschine in meinem kopf würde
still stehen. ob ich wohl den knall hören würde?
alles wäre vorbei. zwar könnte ich die ruhe nicht
empfinden, denn ein zerstörtes hirn erbringt die leistung
des empfindens nicht mehr, aber ich hätte vorher etwas, auf
das ich mich freuen könnte. freude. kein zustand der sich
krank und hypoman anfühlt. ich sage ja gar nicht, daß ich
hypoman dann bin, es fühlt sich lediglich so an.
das ist dieses *mach kaputt was dich kaputt macht*. ich bin
aufgeregt, wie in einer fiebrigen erwartung, so, als würde
ich innerhalb der nächsten paar minuten eine schußwaffe in
händen halten. wie ein kind das darauf wartet, die
geschenke auspacken zu dürfen um spielen zu können. ein
leuchten in meinen augen *g* mein ist das hirn das deine
wand rot färben wird. *fg*
an einem hirn ist nicht viel dran, es ist nicht sehr groß,
darum ist es umso erstaunlicher, welche leistungen zu
erbringen es im stande ist. und es ist erstaunlich, das
gerade ich ein so hochkomplexes stück evolution in meinem
schädel trage. wozu besitze ich es, wenn es mir doch keine
lösung anzeigt und wenn es, kaum habe ich eine lösung
gefunden, mich mit seinen schändlichen eingebungen von der
umsetzung des planes abhält? wieso darf ich dann erst den
plan mir ausdenken?
da ist kein geschenk, da ist nur, wen wundert es, das
wissen, die theorie. mein trauer leser, das soll es vorerst
gewesen sein. morgen geht es dann weiter. morgen,
übermorgen, den tag danach. viele tage in der zukunft, mehr
tage, als die vergangenheit bis jetzt enthält und die
meisten waren ohne freude.