/me

2001-11-29 22:56:37 (UTC)

ein versprechen (!!!)

und? was jetzt? ich hatte stundenlang darum gekämpft,
keinen wein zu ttrinken, kein atosil zu nehmen (ich bin
weder unruhig noch könnte ich sonst einen grund vorbringen,
aus dem die einnahme eines neuroleptikums erforderlich
wäre). ich bin angetrunken nd würde gern das atosil nehmen
und mir den arm aufschneiden. womit ich wahrscheinlich nur
meinem hang zum dramatischen folgen würde. und mir kommt
die frage in den kopf, wieso ich das nicht tun sollte. gibt
es irgendeinen grund, der dagegenspricht, das ich mich
betrinke, mich verletze?
vermutlich ist das in deinen augen, verehrter leser, schon
eine verdrehung der logik, ich weiß, du würdest fragen, ob
es grund gibt, der eine selbstverletzung rechtfertigen
würde. und du hast recht. als ich den abend überstanden
hatte ohne mich zu betrinken und ohne mich zu verletzen,
fühlte ich eine art triumph und da mein weinglas jetzt ohne
hin leer ist ( ich hahge eine weiter flasche neben dem
kühlschrank stehen) sollte ich es leer lassen, zumal mir
der wein heute nicht so recht schmeckt. wie würde es dann
weitergehen? das fernsehgerät einschalten und mich
langweilen oder ins bett gehen und mich darüber ärgern, das
ich sinnlos zu bett ging und nicht schlafen kann. gut, ok.,
ich habe eine flasche wasser neben mir stehen und werde
solange bis ich wieder wach werde, keinen weiteren alkohol
konsumieren. das ist ein versprechen und nur deshalb
bindend. ich erinnere mich, wie ich heute morgen wach wurde
und mich mies fühlte und gereizt war, weil ich am abend
zuvor getrunken hatte.
für das atosil kann ich gleiches nicht versprechen, denn
ich besinne mich, wie ruhig und friedlich die tage nach der
einnahme des neuroleptikums sich anfühlten. ein bißchen
betäubt zwar, aber friedlich, ohne die ewig kreisenden
fragen.

insgesamt gesehen, bin ich angetrunken und wahrscheinlich
peinlich. die meisten angetrunkenen sind peinlich, insofern
ist das ein stück normalität welches ich gewinne. trotzdem
ist meine existenz noch immer leer und entbehrt
irgendetwas. wie eine sehnsucht fühlt sich das an. als
fehlte mir der kern. als sei ich mit den falschen dingen
angefüllt, es ist nicht hohl, es ist mit den falschen
dingen befüllt ( worden?).