/me

2001-11-26 10:52:25 (UTC)

Diagnosensuche

äh ja.
ich suche im i-net seiten, auf denen tests zu
persönlichkeitsstörungen angeboten werden. dieses
borderlineding macht mir doch mehr sorgen als ich zugeben
würde. ich weiß nicht, wieso ich so darauf erpicht bin,
mehr darüber zu erfahren, also eine diagnose zu bekommen.
vielleicht weil es ein gefühl von sicherheit vorgaukelt
oder auch tatsächlich erzeugt, wer weiß. irgendetwas stimmt
nicht, und dafür muß es einen namen geben und den will ich
iwssen. wenn es einen namen hat, kann man es bekämpfen,
kann sich darüber informieren.
ich las die gedichte bei www.borderline-community.de (?)
und ich fühlte etwas verwandtes, als würden sie aus meiner
feder stammen. die trockene beschreibung der symptomatik
bringt mich nicht weiter. und man muß auch sehen, das die
diagnose „borderline“ sehr schwammig ist, ich kann selbst
nicht einschätzen, ob ich exzessiv getrunken habe. das
wort „exzessiv“ ist nicht definiert, wieviel in welcher
zeit muß man denn trinken, um das wort „exzessiv“ gelten
lassen zu können? ich hatte keine „häufig wechselnden“
partner, ich war da sehr bescheiden *g*, ob meine
beziehungen zu anderen menschen und angemessen eng sind,
kann ich ebenfalls nicht sagen, denn was ist „angemessen“?
auf der HP eines oder einer betroffenen ( das
wort „betroffener“ ist ekelhaft, es ist so wehrlos und
krank) fand ich sachen beschrieben, die sich ebenfalls bei
mir zeigten, jedoch, welcher jugendliche hat nicht mit
valium und alkohol experimentiert? die zahl derer, die
ernsthafte suizidversuche unternommen haben, wird wohl
geringer sein und svv als kriterium tritt bei vielen
störungen auf.
also die neigung zum masochismus. hm, nein, ich lasse mich
ungern kommandieren, beim sex ist das manchmal schön und
ich mag es, beim sex zu bluten bzw. blutende verletzungen
zu gefügt zu bekommen. na und? schmerz ist eine intensive
erfahrung und blut hat etwas erotisches in bestimmten
situationen. die wunden ( es sind kratzer, keine
fleischwunden) erinnern mich an intesnsive und schöne
momente. und da meine gefährtin sich sehr überwinden muß,
mich zu verletzen, zeigt as eine sehr intime nähe und vor
allem vertrautheit, sie würde dasselbe nicht für einen
anderen machen. jetzt magst du, mein psychopathologisch
geschulter leser, deine eigenen schlüsse ziehen. und ich
setze noch eines obedrauf, ich träume davon, das blut
meiner gefährtin direkt aus einer frischen schnittwunde (
die sie sich selbst zu gefügt hat, denn ich könnte das
nicht) zu kosten. diese wunde zu küssen und dadurch zu
heilen, den schmerz aus dem heraus diese verletzung
entstanden ist, ihr zu nehmen, sie zu heilen, ihre welt in
einen ort zu wandeln, der nicht mehr verletzend ist. meine
gefährtin zu beschützen, denn das kann ich nicht, und werde
ich niemals in dem maße können, wie ich es gern wollte.
irgendwie ist das alles verdreht, ungeordnet und erzeugt
wahrscheinlich einen falschen eindruck.
würde sie sich die wunde extra zu diesem zweck zufügen,
wäre es nicht „echt“. ich würde ihr gern den schmerz nehmen
wollen, doch dazu muß die verletzung aus einem schmerz
resultieren.
verworren, nicht wahr?


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