/me

2001-11-11 15:51:28 (UTC)

gespr�hswiedergabe an sonnigem tag

vielleicht ist die folgende wiedergabe eines gespr�hs im
g�tebuch von [name des forums] irgendwann zu irgendetwas
ntze:

MEIN POSTING :
~~~~~~~~~~~~~~~~
Prolog*
Ich halte mich an meinem Wein fest, an meiner Zigarette und
wnschte, ich h�te gengend Benzos (oder berhaupt
welche ) um ein ganzes Leben lang schlafen zu k�nen. Es
ist endlich Frhling im Schattenland. Schwarze
Schmetterlinge sitzen auf grauen Blten die den Lebensmden
mit ihrem schweren Patchoulieduft einladen zu schlafen.
Buntschillernde Rasierklingenflgel streicheln mich sanft.
Die Insekten trinken roten Nektar. In meinem Weinglas
erblhen Blutstropfen zu goldfarbenen Narzissen und welken
zu frh damit sie einen goldfarbenen See bilden k�nen in
dessen Schilf man Echo mit ihrem Geliebten flstern h�en
kann.
*

Du wei� nicht, wie es ist, wie es war. Du wei� nicht, wie
es sich anfhlte, wenn ich mich verletzte, schlimmer noch,
wie der ewige Moment vor dem verletzen sich fr mich
anfhlte. Du wei� nicht, wie schwer MEINE Mdigkeit wiegt,
schwafelst vom Sinn des Lebens. Nein, ich will dir nicht
zuh�en, du langweilst mich denn du hast viele Mnder die
alle denselben Schwachsinn von sich geben. Ich denke, du
gehst jetzt besser und ersparst dir den Anblick dessen, das
du fr keine L�ung h�tst und zu verstehen verweigerst. Du
kennst das Warten nicht, die vergeblichen Versuche
gegen das Damals und gegen die Schatten zu gewinnen. Ich
habe es versucht und es kostete mich viel Kraft und jetzt
bin ich mde und ich will schlafen fr den Rest .....
nein. Ich will nicht weitermachen und spar dir deine
Hausfrauenpsychologie. UND LASS ENDLICH MEINE HAND LOS ! Du
wirst triumphierend und selbstgef�lig l�heln, sollten wir
uns morgen doch begegnen. Du wirst dich gut fhlen, weil du
so ein armes Schwein aus einer schlimmen Krise geholt
hast, du kannst damit angeben auf
Familiengeburtstagsfeiern, und wirst es nicht respektieren,
da�es mir peinlich ist, deswegen angestarrt zu werden. Du
wirst wohl sagen, das man vorsichtig mit mir umgehen
mu� mich nicht belasten darf, weil ich doch so labil
bin und du nicht immer fr mich da sein kannst. Ich
kenne dich und deine Mnder in den vielen Gesichtern die
immer dieselbe Zuversicht ausstrahlen und fr die es immer
eine L�ung gibt. Nun, das hier ist meine. Sieh genau hin.
Ich wei� da�wir alle schon solche Gedanken hatten,
ich wei�auch, da�es vorber geht, was du nicht wei�
ist, da�es manchmal wiederkehrt und nicht mehr
verschwindet, da�du unrecht hast, wenn du sagst, da�
es irgendwie weitergehen muß“. Ich leide nicht darunter,
da�ich sterben will, ich kranke am Leben, und an Menschen
wie dir.
*

Prolog * / Fragment
Von deinen Lippen spritzen Scheinargumente wie Eiter.
Satzkonstruktionen, Wortungetme so zahlreich. Immer
dasselbe, ohne Sinn. Kantige Satzsplitter teilen den Raum
in kleine Zellen ein. In einer sitze ich, treibe davon.
Durch Sprachregen, Wort/Nebel/B�ke. Meine Kleidung
rubinrot durchn�send. Es soll still sein. Du sollst deinen
Mund schlie�n, das schwarze Loch in deinem Gesicht. Bevor
ich es verschlie�. Glaub mir, es ist besser, DU tust es,
dann ist es auch weniger schmerzhaft. Fr dich. *

Prolog **
Die Uhr zeigt, es ist sp� geworden. Die Spuren in meiner
Haut fragen, zu sp� ? Wieviel Zeit willst du noch sterben
lassen? Und die Schatten sagen, w�est Du unseren Ges�gen
gefolgt... Was h�te ich anderes tun sollen, als abzuwarten
bis ich wissen konnte, wie sp� es tats�hlich ist? Die
Sonne wird mich nicht mehr blenden durch Lgen ber einen
neuen Morgen mit weiteren neuen Chancen. *
*

Epilog / was zurckbleibt

ein paar stiefel mit schiefgetretener sohle ( aber durchaus
noch flohmarkttauglich ), achtzig liter gelb-rotes wasser,
fnfundsiebzig kilogramm entseelte k�perlichkeit, ein
leeres glas mit bodensatz plus dazugeh�igen leeren
blistern, das leere fl�chchen des antiemetikums, einige
verblassende erinnerungen in den k�fen bedeutungsloser
menschen, ein arbeitsplatz, eine katze, diverse bcher,
verschiedene cds, ein paar disketten, die s�ze er war
immer so nett und ich kann das gar nicht verstehen (
vielleicht erg�zt durch noch gestern habe ich mit ihm
gesprochen ), die obligatorische frage nach dem warum (
die , als ausdruck tr�tender anteilnahme, wohl rhetorisch
gemeint sein wird ) und das gr�te m�chen der welt. bis
auf eines, dinge ohne wert. *

lange her, noch immer voller wahrheit, oder wieder?

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DIE ANTWORT :

Lieber /me, wenn ich dich so lese so lese ich
verdeckten Hass und Zynismus. Wenn ich dich so lese so lese
ich das Selbstmitleid das dich l�mt. Wenn ich dich dich so
lese sage ich dir, da�du dich selbst retten musst. Wenn
ich dich so lese dann wnsche ich mir du kommst runter von
deinem Trip. Wenn ich dich so lese so sage ich, geh zu den
sch�en Sachen dieser Welt. Gib dich nicht auf. Das klappt
jedoch nur wenn du alles nicht einseitig und leidend siehst
wie in deinem Beitrag.
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MEINE RAKTION :

@ Miriam | 1766
wenn ich dich so lese so lese ich verdeckten Hass und
Zynismus
ja nun. zynismus. hass ja, der �gstigt mich.

lese ich das Selbstmitleid das dich l�mt
wo liest du das? i-c-h finde es schwer, einzusch�zen wo
selbstmitleid beginnt und wo die besch�tigung mit einer
situation, das durchdenken und durchfhlen ( und die
schilderung des empfundenen ) derselben aufh�t. mithin
scheint alles, was nicht h�te wider sich selbst ist,
selbstmitleid zu sein. ich sagte dem (imagin�en ) zuh�er
doch lediglich, das er den mund halten solle wenn er mir
keine antworten zu geben vermag, das ich diese floskeln
nicht mehr h�en mag und das es mehr als eine andere l�ung
gibt. und das der gedanke an suizid sich wiederholt, das
hei�, er kommt und verschwindet und irgendwann ist er so
stark gewesen, das ich mich gegen ihn nicht mehr zur wehr
setzen konnte. und als ich dann doch wieder wach wurde,
fhlte ich mich nicht wie ein sieger und auch wenn ich
gegen ihn erfolgreich war, fhlte ich mich nicht wie ein
gewinner. da ist immer nur irgendeine leere, ein nicht-
sein, vorher, danach, eigentlich immer und das ist
zermrbend.

sage ich dir, da�du dich selbst retten musst
dann wnsche ich mir du kommst runter von deinem Trip
eine rettung besteht doch darin, die st�ung zu
eliminieren. nichts anderes tue ich. und ich arbeite daran,
von diesem trip runterzukommen, in der weise, das ich,
sollte es genehmigt werden, eine klinik aufsuche und weiter
in der weise, das ich den trip mit mir aus welt nehmen
werde. beides sind w�lbare optionen.

sage ich, geh zu den sch�en Sachen dieser Welt.
sch� ist es, wenn die schatten verschwinden, und es ist
nicht so, das ich den anblick der sachen, die als sch�
gelten, v-e-r-w-e-i-g-e-r-n wrde, es ist eine unf�igkeit,
sie zu sehen, ihre existenz berhaupt wahrzunehmen. in
etwa, wie man sich das ger�sch einer einzelnen klatschend
en hand nicht vorstellen kann ( das war sehr platt, hm.)
denkst du, es wrde mir spa�machen, das haus nicht
verlassen zu k�nen oder den ganzen tag lang in diesen
kreisl�fen gefangen zu sein? denkst du, ich mache das
freiwllig weil ich mich darin wohlfhle? genau dieser
satz , ich solle mich den sch�en dingen zuwenden, ist eine
der phrasen, die ich so oft geh�t habe. w�e es m�lich,
einen schalter am kopf zu bedienen und das destruierende
denken, (nicht-) fhlen usw. abzuschalten und pl�zlich ein
sonnenschein zu sein, wrde ich diesen schalter bet�igen.
es ist einfach nicht m�lich, zu sagen, *so, ab heute bin
ich fr�lich*. genausowenig wie man sagen kann *so, ab
heute bin ich melancholisch*. und schwupps sieht man die
welt mit anderen augen.. wie soll das gehen?

Gib dich nicht auf.
wie gesagt, ich versuchs in einer klinik und werde hunderte
aschenbecher t�fern ;-)


Das klappt jedoch nur wenn du alles nicht einseitig und
leidend siehst wie in deinem Beitrag.
es tut nunmal weh, darf ich das nicht sagen? und von
wegen leidend, zeig mir mal einen bei ***** [name des
forums] , der sich in seinen ver�gstigten,
alptr�menden, ..., zust�den wohlfhlt oder in der lage
ist, sie vollkommen rational zu sehen, sie nicht zu fhlen
und dann mit dem nicht-fhlen zus�zlich noch
zurechtzukommen. das glas weder als halbvoll noch als
halbleer zu sehen sondern nur wahrzunehmen, das der
fllstand in dem 100 ml glas , 50 ml betr�t.
ich wei�das es graut�e gibt und schattierungen,
vielleicht sehe ich die irgendwann mal.

ich danke dir fr deine reaktion
p.

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kann man das therapeutisch verwerten, als eine art
reflexion benutzen? mein hochgesch�zter leser, was meinst
du?