fairy_of_nostalgia

Briefe an Katrin
2021-08-31 21:06:05 (UTC)

Blockade

Liebe Katrin,

Es gibt vieles, was ich zu sagen schulde, vieles, was ich hätte tun müssen, doch in mir regiert viel Angst. Lähmende Angst. Verstehen kann ich mich selbst nicht. Warum war ich Anfang August so sehr blockiert? Warum finde ich keine Worte, die für dich angemessen sind? Jedes Wort ist besser als Nichtstun. Und dennoch habe ich dich verletzt. Denn ich bin nicht zu verstehen.

Ständig habe ich Ideen, ein gefundenes Fressen für meine zerstörerische Angst. Denn kein Lied kann meine Gefühle ausdrücken, vor allem nicht mit diesem Text:

"Triste Wolken, graue Tage, da stellt sich mir eine Frage
Denk ich an dich, was will ich dir denn sagen:
Da bleibt doch nur eins, denn in mir steht nur die Dankbarkeit!
Danke, dass du so herzlich, offen, lustig bist!
Mit dir kann man immer lachen oder weinen.
Ich möchte, dass du niemals das vergisst,
Dass deine Zeit lässt für mich die Sonne scheinen.
Danke, dass du auch manches mit mir teilst.

Egal, was passiert, du wirst stets in meinem Herzen bleiben.
Solln die Wege auseinander gehn, wird sich daran nie was ändern
Denn du hast es stets geschafft, dass ich mich nicht als Fremde fühle
Auch wenn wir lange uns nicht sehn, hast du immer einen Platz in meinem Herzen!

Doch was kann ich über dich heut sagen?
Du nimmst jeden, wie er ist, versuchst immer zu verstehn.
Du bist mutig wie stark und bleibst dir immer treu
Durch dich erfindet sich jeder, auch ich, ganz neu
Denn du bist mit deiner Art ein großes Vorbild,
Dass du lebst, macht das Leben lebenswert,
Danke, Worte können mein Denken nicht beschreiben

Egal, was passiert, du wirst stets in meinem Herzen bleiben.
Solln die Wege auseinander gehn, wird sich daran nie was ändern
Denn du hast es stets geschafft, dass ich mich nicht als Fremde fühle
Auch wenn wir lange uns nicht sehn, hast du immer einen Platz in meinem Herzen!

Und bitte bleib immer wie du bist
Vergiss nicht, dass du so sehr besonders bist,
Such ich im Duden die tollste Person,
Find ich doch nur deinen Namen!

Egal, was passiert, du wirst stets in meinem Herzen bleiben.
Solln die Wege auseinander gehn, wird sich daran nie was ändern
Denn du hast es stets geschafft, dass ich mich nicht als Fremde fühle
Auch wenn wir lange uns nicht sehn, hast du immer einen Platz in meinem Herzen!

Danke, dass es dich gibt!!"

Und dann kommt die Angst. Ohne Grund. Blockiert. Ich kann nichts tun. Nichts sagen. Nichts schreiben. Dich nur verletzen. Bis selbst du dich vor mir schützen musst. Weil es nicht nur der 5.8. war. Juni! Und davor, ständig. Zerstörerische Angst.

Daher denke ich, du hast ein besseres Leben, wenn ich in diesem nicht bestehe. Trotzdem lähmen mich zwei Gedanken: Die Gewissheit, dich ständig zu verletzen und nicht offen sein zu können. Die Leere, mit dir nicht wie Freunde zu sein.

Wie egoistisch! Denn du hast genügend Menschen, die dich wertschätzen und dir das zeigen. In mir reift die Erkenntnis, dass das Beste für dich ist, dass ich mich zurückziehe. Das zerreißt mich, lässt mich energielos zurück. Denn niemand hat mich so sehr akzeptiert wie du! Was bleibt, ist Angst.

Dass du in meinem Leben bist, ist für mich die Sonne in der Dunkelheit. Doch wer stets in einen Abgrund sieht, den nimmt dieser mit der Zeit auch ein. Entschuldigung habe ich nicht, möchte ich nicht. Nur Selbsthass übermannt mich, verdrängt bisweilen sogar die Angst. Vielleicht schaffe ich es endlich, das Leben zu verlassen. Doch die Angst vor dem Tod blockiert mich.

Ich werde hier dir täglich schreiben, denn auch wenn sich unser Weg nicht kreuzt, denke ich sehr oft an dich. So schreibe ich hier, was ich durch meine Angst dir nicht zu sagen imstande bin.

Angst, die alles lähmt und blockiert.


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