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2020-07-07 20:51:22 (UTC)

Tagebuch eines Singles - It is not your f+cking business!

Fast 33 Jahre alt, fast 33 Jahre Single und fast 33 Jahre Jungfrau. Klingt doch nach einem guten Filmtitel.

M.J. und die Liebe. Es sollte bisher nicht klappen. Keine Ahnung woran es bisher lag. Folgendes kann ich aber erählen:
Ich bin und war auch nie wirklich das kleine süße Mädchen von nebenan. Ich will nicht sagen, dass ich hässlich bin, aber hübschere Menschen gibt es immer. Als Kind bin ich eher jungenhaft gewesen, dass zog sich auch noch bis zur Studienzeit so. Erst dann habe ich so laaangsam angefangen auch mal figurbetonte Kleidung und auch mal etwas Make-Up zu tragen. Zwar sagt man, dass Kleider Leute machen, mag wohl sein, aber ich bin ja trotzdem immer noch ich.
Sich selbst und seinen Charakter zu beschreiben finde ich ziemlich schwer. Aber ich veruche es so gut es geht, um einen Eindruck vermitteln zu können. Ich glaube schon, dass ich an sich ein umgänglicher Mensch bin. Ich versuche Menschen anhand ihrer Taten zu beurteilen und nicht nach ihrem äußerlichem Erscheinungsbild. Ich helfe gerne, versuche mich aber auch nicht ausnutzen zu lassen. Manchmal klappt 's, manchmal nicht. Man kann mit mir über Probleme reden. Verurteilen tue ich dabei nicht. Ich lache gerne und ich versuche auch andere zum lachen zu bringen. Ich versuche mich auf Neues einzulassen, aber es kommt auch vor, dass ich dann kneife und schäme mich dann sehr dafür. Ich kann gut für andere einstehen, aber nur sehr selten für mich selbst. Und das lässt mich oft verzweifeln und fühle mich dann schnell überfordert. Leider bin ich nicht selten launisch. Wenn ich einen schlechten Tag habe, lass ich es jeden um mich herum spühren. Seit ich vor 5 Jahren meine Ausbildung gemacht habe, versuche ich stark etwas daran zu ändern. Das klappt auch, aber hilft mir mental in keinster weise. Ich denke viel zu viel nach und zweifle an vielen Dingen, die ich gesagt oder getan habe. Unsicherheit und Angst betimmen meinen Alltag. Ich glaube, dass ich durch meine Schwester daher viel Probleme habe. Es war nicht einfach ihre kleine Schwester zu sein. Bis heute habe ich Angst vor ihr, obwohl sie 270 Km von mir entfernt wohnt. Ganz besonders schlimm ist es geworden, als ich vor 4 Jahren sexuell von einem Mann genötigt würde. Dazu kam noch, dass meine jetz ehemalige Chefin es mir im Büro nicht leicht gemacht hat und ich jeden Tag an mir zweifeln durfte.
In meiner Familie ist das Thema Therapie kein seltenes Thema. Eigentlich hat fast jeder in der Familie eine depressive Störung. Wahrscheinlich vererbt. Wobei ich eher sagen würde, vorgelebt. Wenn man als Kind nie gelernt hat mit depressiven Störungen umzugehen, ist es als besonders Erwachsener schwer. Keiner aus meiner Familie gilt trotz Therapie als "geheilt". Deshalb versuche ich es für mich auch erst gar nicht. Die Vernunft sagt es mir, dass ich doch endlich die Überweisungen meines Arztes zum Therapeuten annehmen soll, aber das Stimmchen in mir sagt mir nur "spar dir die Zeit und den Aufwand".

Und jetzt zu meinem eigentlichen Thema:
Meine erste große Liebe war Markus S.. Ich habe mich in der Grundschule in ihn verliebt und war es bis ich 18 oder 19 Jahre alt war. Ich kann mich zwar gar nicht mehr so genau erinnern, aber laut Erzählungen waren wir beide als Kinder eine Zeit lang gute Freunde. Und das ist wahrscheinlich auch eins der Probleme gewesen. Als wir dann in der 6. Klasse waren, habe ich ihm meinem Liebe gestanden. Bis heute habe ich diesen Satz nie vergessen: " Wenn du aussiehst wie J. dann ja (also dann können wir zusammen sein)" Ich habe darauf meine kurzen Haare wachsen zu lassen und habe kaum noch etwa gegessen. Auf der Abschlussklassenfahrt waren wir mit der Parallelklasse unterwegs. Und ein zwei Tage später war er dann mit einem der Mädchen aus dieser Klasse zusammen. Von der Statur her nicht anders als ich und der vom Charakter waren wir uns auch ähnlich. Nur sie hatte langes blondes Haar. Das erste mal hatte ich in meinem Leben Liebeskummer. Ich habe es einfach nicht verstehen können. Danach habe ich die Schule gewechselt. Das war aber nicht wegen des Liebeskummers, sonder wegen schlechten Noten. Damit hätte es sich eigentlich dann auch erledigen können. Kontakt hatten wir sowieso danach nicht mehr. ABER mein naives Ich hat Jahre verschwendet um von ihm weg zu kommen. LÄCHERLICH! Ich meine, wir waren damals Kinder. Wieso bin ich von ihm nicht losgekommen?! Ich habe mir Dinge vorgestellt, dass wir zueinander finden, heiraten würden und Kinder kriegen. Obwohl ich ihn danach nie bzw. fast nie gesehen habe. Das letzte Mal, und hallelujah das es dazu gekommen ist, habe ich ihn dann mit 18/19 gesehen. Er war distanziert und meiner Meinung überhaupt nicht froh mich zu sehen. Dann war es vorbei. Ich gebe zu, dass ich oft an ihn denke. Aber nicht, dass ich ihn vermisse. Sondern einfach, weil er der einzige war bei dem ich gedacht habe, dass etwas aus uns hätte werden können.
Also in der Zeit die ich mit Markus im Kopf verschwendet habe, gab es zwei Jungen die mich möchten. Bei einem wusste ich, noch bevor er es wusste, dass er nicht auf Frauen steht. Bei dem anderen wollte ich ihn kennenlernen. Er hat mir gestanden, dass er mich mag und ich kannte ihn kaum. Also habe ich gesagt, dass ich gerne Zeit mit ihm verbringen möchte, damit wir uns besser kennenlernen können. EIn paar Monate später ist er weggezogen. Der Kontak war nur sproadisch und ich habe ein Jahr später von ihm erfahren, dass er schwul ist. So langsam bekam ich den eindruck, dass nur schwule Männer auf mich standen.
Lange Zeit war dann gar nichts. Ich glaubte nicht mehr daran, dass ich jemals wieder jemanden mögen würde. In meiner Studienzeit lernte ich über Spieleabende einen Freund meines Bruders kennen. Und da bemerkte ich, dass ich doch noch Gefühle für jemanden empfinden konnte. Ich gestand meinem Bruder, dass ich seinen Kumpel mag und kurz darauf distanzierte sich dieser. Und ziemlich schnell tauchte aus dem nichts eine Freundin auf. Er selbst hatte mir noch erzählt, dass er es schwierig hat Frauen kennenzulernen und plötzlich war sie da. Ich habe mich für ihn gefreut, aber ich war auch sehr enttäuscht.
In meinem 7. Semester habe ich in einem meiner Kurse einen netten Studienkollegen kennengerlernt. Wir beide haben uns über ein Gruppenprojekt kennengelernt. Er selbst hatte zu diesem Zeitpunkt auch noch nie eine Beziehung gehabt. Wir haben viel Zeit zusammen verbracht, um das Projekt zu bearbeiten und wir verstanden uns sehr gut dabei. An einem Tag war ich fest entschlossen ihn nach einem Date zu Fragen und kurz bevor ich es ihm sagen wollte hat er mir erzählt, dass er ein Date mit einem Mädel hat, welches er in der Mensa 2 Tage zuvor kennengelernt hatte. Das Semester war zu Ende und man hat nie wieder was voneinander gehört.
Ich habe da schon bestimmt 2 oder 3 Jahre alleine gelebt und kam mit der Einsamkeit überhaupt nicht klar. Ich hatte lange Zeit einen sehr kleinen Freundeskreis und jeder war in einer Beziehung. Die Partner gingen immer vor und deshalb war ich viel mit mir alleine Beschäftigt. Ich habe es dann mit Onlinedating versucht. Alles was die Kerle wollten war ein schneller F*ck aber nichts ernstes. Und wenn man nein gesagt hat, wurde man direkt auf das Übelste beleidigt. Auf Sex lege ich keinen Wert! Es hat nochmal 2 Jahre gedauert, bis ich endlich ein Date hatte. Mein erstes! Ich war da schon 28 Jahre alt. Es verlief gar nicht gut und ich habe ihn anzeigen müssen. Das ganze Verfahren mit er Anzeige bei der Polizei, dass meine Anzeige von einer versuchten Vergewaltigung zu einer sexuellen Nötigung runtergestuft wurde, dass ich keinen Anwalt im Gericht haben durfte und das die Richterin am Ende es als ein "Missverständnis" deklariert hat, lässt mich einfach an allem was ich mache und tue zweifeln. Bis heute denke ich noch oft nach, ob ich einfach nicht zu sensibel war und mit der Anzeige übertrieben habe.
Das ganze ist jetzt 4 Jahre her. Ich habe zwar danach mich selbst noch mal gezwungen jemanden kennenzulernen, war aber so gestresst dabei, dass meine Wange abends von innen blutig war. (Vor Stress habe ich mir die ganze Zeit unbewusst auf die Wange gebissen).
Letztes Jahr habe ich mit einer Freundin während eines Urlaubes einen Mann kennengelernt. Wir habe mit ihm Zusammen den Urlaub zusammen verbracht, da wir gemeinsame Interessen und auch Humor hatten. Er war ganz anders als die Männer, denen ich vorher begegnet bin. Sehr zuvorkomment, freundlich, überhaupt nicht aufdringlich. Wir haben die Nummern unterneinander ausgetauscht und blieben in Kontakt. Er hat nach dem Uraub sehr viel miteinander geschrieben. Das tat mir richtig gut. Ich habe erst recht spät daran gedacht, dass er mich vielleicht mag und eigentlich war ich mir gar nicht bewusst, dass ich ihn wirklich mochte. Bewusst wurde es mir dann, als ich festgestellt habe, dass er meiner Freundin ebenso viel und fast das gleiche geschrieben hat. Ich habe ihn zur rede gestellt und er hat mir offenbart, dass es ihm leid täte, da er nicht den Eindruck vermitteln wollte, dass er zweigleisig fährt. Aber er ist Hals über Kopf in meine Freundin verliebt. Und da wusste ich, scheiße, du bist verknallt. Das erste mal Liebeskummer seit fast 20 Jahren. Ich habe dann mit meiner Freundin gesproch, um heruaszufinden wassie von ihm hält. Sie fand ihn körperlich sehr anziehend. Hatte aber ein Problem, dass er weiter weg wohnt. Weil ich ihn so sehr mochte und ich ihm helfen wollte habe ich versucht, sie davon zu überzeugen, dass sie es doch mal veruschen soll. (Ja, ja. Dumm sowas. Wieso helfe ich dem Typen, in den ich verknallt bin und derjenigen, die nur Sex haben wollte? Dämlich!) Sie waren knapp 4 Monate zusammen und ich habe in der Zeit mir von beiden deren Probleme anhören müssen bzw. ihre Probleme mit ihm. Er war so in sie verschossen, er hätte sie heiraten wollen. Ich habe versucht mich da so gut wie möglich rauszuhalten. Irgendwann habe ich meiner Freundin gesagt, dass ich ihren Freund sehr gerne habe, weil ich mir das nicht mehr anhören wollte. Sie hatte damit kein Problem, hat mir aber trotzdem allles erzählt und wollte Ratschläge von mir. Ich habe sehr gelitten in der Zeit. Nach 4 Monaten war dann schluss. Er hat sich von mir per Nachricht verabschiedet, ich meinte dann zu ihm, dass wir trotzdem Kontakt halten können (Zwischen mir und der Freundin lief es auch schon lange nicht mehr gut. Dann hätte ich das vielleicht nicht gemacht. Habe sie aber gefragt, ob sie ein Problem damit hätte, wenn ich weiterhin mit ihm schreibe). Das war keine gute Idee. Er hat zwar nicht von ihr gesprochen, aber für mich war immer klar, dass ich nicht mit ihm zusammen kommen werde. Er hat es auch nicht versucht. Aber ich konnte meine Gefühle ja nicht abestellen. Also habe ich den Kontakt abgebrochen.

So gern wie ich es auch hätte, Liebe ist nichts für mich. Ja, vielleicht kommt irgendwann der eine. Aber was wenn nicht?! Ist das schlimm?
NEIN! Es ist nur schlimm, weil das Umfeld egal ob Freunde, Familie, Verwandte, Bekannt, Fremde, Fernsehen, Werbung, Ärzte usw. es Singles vermitteln, dass es schlimm sei! Ich kann nicht für Männer sprechen, aber gerade Frauen ergeben sich folgende Fallbeispiele:
(Hierbei handelt es sich nur um Beispiele, nicht die Norm)
-> Wenn du mit 16 Jahren immer noch keinen Freund hast, wirst du als lesbisch abgestempelt
-> Mit 20 Jahren bekommt man Vprwürfe, dass man zu wählerisch sei
-> MIt MItte zwanzig wird man gefragt, ob man denn gar kein Interesse an Sex hätte
-> Mit Ende zwanzig wird einem unterstellt, dass man ja nur nicht heiraten und Kinder haben möchte
-> Mit Anfang dreißig bekommt man bei der Jobsuche unterstellt, dass man ja jetzt in einem verweifelten Alter sei und schnell weg sei, sobald man einen Mann gefunden hat (Also wenn man verheiratet ist, arbeitet man nicht mehr? Muss man Kinder haben, wenn man verheirtatet ist? Muss man verheirtatet sein, wenn man Kinder haben will?)
-> Mitte dreißig bekommt man diese mitleidigen Blicke und das auch du irgendwann den passenden Deckel zu deinem Topf findet
VERDAMMT NOCHMAL! In was für einer Gesellschaft leben wir? Wieso muss das die Norm sein? Muss ich als Frau einen Mann haben? Muss ich als Frau eine Gebärmaschine sein? Bin ich mit Mann glücklicher als ohne? Bin ich mit Kindern glücklicher? Wieso gibt es einen Valtentins-, Mutter- und Vatertag, aber keinen Singletag? Wieso muss ich als Single für ein Doppelzimmer mehr bezahlen? Wieso gibt es Kinderspielplatz aber keinen Singlespielplatz? Und wenn ich dann mal verrecke und keine Nachkommen habe, muss ich mir am besten vorher mein Grab selber schaufeln, anders ist es doch gar nicht zu bezahlen? (Übersteuerung ist hier gewollt!)
Natürlich hätte ich gerne Kinder, aber auch nur mit dem passenden Mann. Ob ich den jemals finden werde, dass weiß ich nicht.
Es würde vieles einfacher machen, wenn die Gesellschaft einem nicht vermitteln würde, dass man als Single schlechter dasteht. Da es doch gar nicht stimmt. Ich kann selbstbestimmt mein Leben gestalten. Ich kann an Wochenenden und feiertagen ausschlafen. Ich muss keine Kinder zur Schule bringen, dem Mann nicht die Hemden bügeln. Ich kann mich mit Freunden treffen, ohne zeitliche Eingrenzung.Kann die Filme gucken, die ich gucken will. Ich muss mir keine Sorgen machen, ob ich in meiner aktuellen Lage als Arbeitslose meine Familie versorgt bekomme.
Also bitte liebe Leute da draußen. IT IS NOT YOUR F*CKING BUSINESS das ich eine unverheiratete, kinderlose Singlefrau bin!


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