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2016-08-21 03:33:16 (UTC)

Frau Schweiz 4, Kollegin tot, Mischmasch

Gestern Abend ging ich aus Versehen zu früh zu Bett. Mir fiel das erst auf, nachdem der Wecker mir zeigte, er werde in siebeneinhalb Stunden klingeln (statt in fünfkommairgendwas Stunden). Da ich nun schonmal im Bett lag, nutzte ich die Geleghenheit, um ein paar Seiten mehr in James Coreys "Leviathan erwacht" zu lesen. Das war gemütlich.

Vorhin wurde ich vom sanften Prasseln des Regens geweckt, viel zu früh. Und was gibt es gemütlicheres als wach zu werden und dann festzustellen, daß man noch über zwei Stunden schlafen könnte? Nachdem ich dieses seltene Gefühl genossen hatte, stand ich auf.

Eine Kollegin, die ich mochte und mit der ich gern zusammenarbeitete, ist überraschend gestorben. Gute Reise.

Die Geschichte mt Frau Schweiz ist zu Ende, was ich bedauere. Ich konnte ihr Verhalten nicht länger tolerieren. Da sie auf meine diesbezügliche Nachricht bisher nicht reagierte, scheint es auch für sie ok zu sein.

Davon unabhängig sind meine Stimmungslagen in letzter Zeit eher unstet. Was daran besonders nervt, ist, das Dinge, die ich in dem einen Moment als wahr ansehe, oder für die ich mich begeistere, dann, wenn die Stimmung plötzlich eine andere ist, sich falsch bzw. langweilig anfühlen. (Ich frage mich wie Du das aushältst, ohne durchzudrehen.) Situationen zuverlässig einzuschätzen, wird fast unmöglich, wenn dieselbe Situation sich erst so, und nach wenigen Augenblicken ganz anders anfühlt, nur um dann wieder zurückzuwechseln oder einen ganz neuen emotionalen Zustand hervorzurufen. Vielleicht ist mein Hirn beschädigt? An solcherlei Instabilitäten kann ich mich nämlich nicht erinnern. Vor ein paar Tagen wollte ich einen Eintrag des Inhalts "Ich will mich nicht immer angepißt und depressiv und zornig fühlen." verfassen. Hab ich aber nicht, denn ich fühle mich nicht immer so. Aber wenn ich mich so fühle, dann ist es, als fühlte ich mich niemals anders.

Die Wechselhaftigkeit führt zu Verunsicherung über das eigene Wesen. Man kann z.B. ein Sonnenscheinchen sein oder ein Miesepeter oder man kann von ängstlicher Natur sein oder aufbrausend etc. Doch wenn das ständig wechselt, wie soll man dann wissen, was und wie man ist? Wieso treten diese Instabilitäten überhaupt bei mir auf und wieso jetzt? Oder empfinde ich es nur so?


Eine Kollegin bezeichnete mich vor zwei Tagen als "muskulös". Sie wollte wissen, ob ich "trainieren gehe" und wie es funktioniert, dieses Erscheinungsbild zu haben obwohl ich rauche.

Das Rauchen will ich eigentlich schon seit längerem aufgeben. Ich rauche seit etwa 30 Jahren und ich spüre die Folgen. Vielleicht versuche ich es zunächst mit Nikotinpflastern. Dann habe ich die Wirkung des Nikotins, erspare mir aber den Teer, also die Belastung der Lungen, denn die ist, was mich stört.