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2016-06-18 09:04:10 (UTC)

bullshit list

Musik: FULL BLOWN CHAOS

"Erwachsenen aus alkoholbelasteten Familien werden bestimmte charakteristische
Eigenschaften zugeschrieben, die insbesondere auf die Arbeiten von Janet Woititz
zurückgehen (Woititz, 1990; 2003). Aufgrund klinischer Beobachtungen stellt sie ins-
gesamt 13 Merkmale bei Erwachsenen aus alkoholbelasteten Familien fest: Dem-
nach

1. haben diese keine klare Vorstellung davon, was normal ist;
2. fällt es ihnen schwer, ein Vorhaben von Anfang bis Ende durchzuführen;
3. lügen sie, wo es ebenso leicht wäre, die Wahrheit zu sagen;
4. verurteilen sie sich gnadenlos;
5. fällt es ihnen schwer, Spaß zu haben;
6. nehmen sie sich sehr ernst;
7. haben sie Schwierigkeiten mit intimen Beziehungen;
8. zeigen sie eine Überreaktion bei Veränderungen, auf die sie keinen Einfluss haben;
9. suchen sie ständig nach Anerkennung und Bestätigung;
10. haben sie meistens das Gefühl, anders zu sein als andere Menschen;
11. sind sie entweder übertrieben verantwortlich oder total verantwortungslos;
12. sind sie extrem zuverlässig, auch wenn offensichtlich ist, dass etwas oder je-
mand diese Zuverlässigkeit gar nicht verdient;
13. sind sie impulsiv. Sie neigen angeblich dazu, sich mit Verhaltensweisen festzu-
rennen, ohne alternative Handlungsmöglichkeiten oder eventuelle Konsequen-
zen ernsthaft zu bedenken.

Bestätig werden diese Zuschreibungen von Betroffenen, die sich bereits in Behand-
lung befinden, wohingegen Untersuchungen an Studenten kaum nennenswerte Un-
terschiede zeigen (Zobel, 2000). Es handelt sich hier offenbar eher um einen Pool
von Möglichkeiten, nicht aber um eine tatsächliche Charakterisierung von allen Er-
wachsenen aus alkoholbelasteten Familien. Es sollte daher immer im Einzelfall ge-
prüft werden, ob sich die Betreffenden diesen Aussagen wirklich anschließen kön-
nen. Kritisch bleibt anzumerken, dass Woititz bei ihren klinischen Beobachtungen
ausschließlich negative Eigenschaften bei den Betroffenen registriert hat.


(...) Eine aktuelle Längsschnittstudie von der Geburt bis zum 30sten Lebensjahr zeigt, dass ein beachtlicher Teil der Erwachsenen mit elterlicher Abhängigkeit keine auffälligen Probleme in der
Lebensführung zeigt.
(...)

Wenn in Kindheit und Jugend insbesondere der nicht-trinkende Elternteil sowie
Geschwister und/oder andere Verwandte kein Alkoholproblem entwickelt hatten und
eine emotionale und verlässliche Unterstützung waren, traten im Erwachsenenalter
deutlich weniger Probleme in der Lebensführung auf. Entscheidend ist demnach, in-
wieweit ein unterstützendes Umfeld die Auswirkungen der elterlichen Abhängigkeit in
Kindheit und Jugend auffangen kann (Werner & Johnson, 2004).

Übereinstimmung gibt es dahingehend, dass Betroffene im Erwachsenenalter oft in
höherem Maße von Angststörungen geplagt sind als Vergleichsgruppen. Die Ergeb-
nisse hinsichtlich anderer Störungen wie Depression, antisozialer Persönlichkeitsstö-
rung, (psycho-) somatischer Probleme sowie zwischenmenschlichen Schwierigkeiten
sind insgesamt aber sehr unterschiedlich und widersprüchlich. (...)

Andere Ergebnisse zeigen sich dagegen, wenn bestimmte Subgruppen untersucht
werden: Familien, in denen nicht nur getrunken wurde, sondern wo die Eltern noch
weitere psychische Störungen hatten, wie z.B. eine antisoziale Persönlichkeitsstö-
rung (die häufig mit emotionaler und körperlicher Gewalt einhergeht), Depressionen
oder wenn beide Elternteile abhängig waren. Oder wenn sexuelle und/oder körperli-
che Gewalt oder grobe Vernachlässigung der Kinder dazu kommen. Dann ergeben
sich eher Verhaltensstörungen bei den Kindern, die auch bis ins Erwachsenenalter
hineinwirken können (Anda et al., 2002; Simpson & Miller, 2002)."

https://www.ahg.de/AHG/Standorte/Daun_Rosenberg/Datencontainer/Sonstige_Texte/Kinder_von_Alkoholikern-Zu_frueh_erwachsen.pdf

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[?] haben diese keine klare Vorstellung davon, was normal ist;
[ ] fällt es ihnen schwer, ein Vorhaben von Anfang bis Ende durchzuführen;
[?] lügen sie, wo es ebenso leicht wäre, die Wahrheit zu sagen;
[?] verurteilen sie sich gnadenlos;
[?] fällt es ihnen schwer, Spaß zu haben;
[?] nehmen sie sich sehr ernst;
[ ] haben sie Schwierigkeiten mit intimen Beziehungen;
[?] zeigen sie eine Überreaktion bei Veränderungen, auf die sie keinen Einfluss haben;
[x] suchen sie ständig nach Anerkennung und Bestätigung;
[x] haben sie meistens das Gefühl, anders zu sein als andere Menschen;
[x] sind sie entweder übertrieben verantwortlich oder total verantwortungslos;
[x] sind sie extrem zuverlässig, auch wenn offensichtlich ist, dass etwas oder jemand diese Zuverlässigkeit gar nicht verdient;
[?] sind sie impulsiv. Sie neigen angeblich dazu, sich mit Verhaltensweisen festzurennen, ohne alternative Handlungsmöglichkeiten oder eventuelle Konsequenzen ernsthaft zu bedenken.

Ich würd' mal sagen, diese Aufzählung ist Quatsch bzw. trifft sie auf fast jeden zu. Niemand kann definieren, was "Normal" ist, jeder hat schon Projekte abgebrochen, hat gelogen, sich selbst verurteilt, sich selbst zu ernst genommen, Probleme im Bett gehabt etc.
Ich zitiere das Dokument auch nur, weil es sich kritisch mit dem Thema befaßt.

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Die Arbeit ist derzeit so anstrengend, daß meine Hände gestern zitterten. Zudem hatte ich den Impuls, Gewalt auszuüben weil ich die Geduld verlor. Das ist in der Arbeit mit Menschen unvorteilhaft.

Ich erwäge bereits seit längerem, mich mal krankschreiben zu lassen, um eine Pause einzulegen und ertappe mich bei dem vermutlich weit verbreiteten Gedanken: "wenn es mal paßt, im Moment ist zuviel zu tun, die Kollegen müßten meine Arbeit dann mitmachen."
Bescheuert, oder? Außerdem will ich nicht derjenige sein, der zuerst wegknickt. Ich will derjenige sein, der durchhält. Das bin ich meinem Ego schuldig. Sorry, ich meine meinem _E_G_O_.


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