/me

2012-07-11 20:29:50 (UTC)

kill -9 *

DANZIG - 4

Egal wann, gleichgültig wo. Der Gedanke das es Zeit zu gehen ist, ist niemals völlig verschwunden. Er ist da, nicht in einer traurigen Weise, sondern wie ein Berg, der stets am Horizont zu sehen ist. Er ist halt da. nichts weiter.

Ich denke ich werde allein gehen. Nicht das ich das so will, aber es wird sich wohl nicht ändern lassen. Gestern abend habe ich darüber nachgedacht wie es im Damals war, mit den Pillen. Und es war wie immer, ich meine, das Mondlicht schien wie an jedem anderen Abend durch das Fenster. Nur die Wohnung fühlte sich plötzlich fremd an, sie würde jeden beherbergen. Und ich fühlte mich entspannter, sank tiefer in meine Nackenrolle.

Mal ernsthaft jetzt, wen würde es interessieren? hm? Siehste. Ein Name der verschwindet, ein Kontakt der aufhört. Mehr nicht.

Und Du/ihr mußt/müßt mir nicht erzählen, das man sich nur anstrengen müsse, ein Leben finden müsse, das Glück quasi um die Ecke wartet wenn man sich genügend anstrengt und bereit ist. Fick Dich/euch.

Der Unterschied zu früher ist, das ich früher zusammenbrechen wollte um dann eine Art Reboot zu durchleben. shutdown -r now. Alles auf Null. Neustart.
Heute will ich zusammenbrechen damit es endet, weil ich es kaum noch ertrage.
shutdown -h now.

Eigentlich bin ich unter Null. Die Zeit zwischen Schichtende und Schichtbeginn benötige ich, um ich mich auf die Reihe zu kriegen und das ist mir heute nicht gelungen. Der Bewohner hat verunsichert gefragt "Was ist denn los?!" DER BEWOHNER! VERUNSICHERT! Meine Fresse.

Auf dem Weg zur Arbeit war ich kurz asynchron zur Wirklichkeit. Gut, das passiert schon mal, sowas kommt vor, ein Motor stottert gelegentlich, kein Grund zur Sorge, gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.

Und alles, alles, alles fühlt sich an wie eine Lüge.
Leckt mich.
Die aufmunternden Worte könnt ihr euch dorthin stecken wo es ganz dunkel ist.