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2012-02-25 21:46:28 (UTC)

Virtuelles Licht

Ich sollte mich mal wieder melden. Die Frage lautet also, was ich erzählen könnte, denn es gibt nix zu erzählen, jedenfalls nichts, das interessant genug wäre oder dem ich soviel Bedeutung geben wollte.

Außer vielleicht...

(das ist Deine letzte Gelegenheit die Augen zu schließen.)

Ich mag die Telephonate. Sie geben mir Sicherheit. Es fühlt sich gut an zu wissen, daß da etwas Stabiles ist. Und ja, natürlich habe ich ein Bild von Dir im Kopf, seltsamerweise hat der Avatar aber kein Gesicht und die Haarfarbe stimmt wahrscheinlich nicht und überhaupt. Und ich schätze ich habe das schonmal gesagt, ich glaube das Menschen die eine schöne Stimme haben, auch schön aussehen.

Ich bewundere Deine Stärke, ich bewundere die Stärke Deines Intellekts, der es schafft, das Bröselige am auseinanderfallen zu hindern. Ich stehe manchmal voller Erstaunen davor. Und zu anderen Manchmalen finde ich Deine Verunsicherung niedlich, denn ich weiß, daß Du es doch wieder an feste Ufer schaffen wirst.
Das Gute an Deiner Unsicherheit ist, daß ich, wenn ich mich mit ihr beschäftige, mich nicht mit mir beschäftige. Wie Du sagst, Ablenkung FTW!


(ab hier mit gedrosselter Lebensfreude)

Die Welt ist eben nichts für Menschen wie uns. Menschen wie wir sollten unter sich bleiben. Nur via Internet mit der Welt verbunden. Pizza via Internet bestellen und all sowas. Auf weitere Berührungspunkte verzichten. Das Geld vor die Tür legen und den Pizzaboten das Geld gegen die Pizza tauschen lasssen. Ich kenne auch einen sehr leckeren Chinesen hier.
Welchen Sinn hat es schließlich Teil von etwas sein zu wollen, das nicht will das man Teil von ihm ist?

Ja, es wird wieder Frühjahr und ja, ich würde lieber von Deiner Hand aufgeschnitten das Bewußtsein verlieren und verblassen als morgen wach zu werden.
Tragischerweise, und dieses "Tragischerweise" hat griechische Wucht, wird das niemals geschehen, werden wir uns niemals begegnen. Und selbst wenn wir uns begegneten, wäre das keine Begegnung.

Da geht etwas vor, da wächst, da öffnet sich dieser Abgrund wieder und ich bin wieder bereit, mich fallen zu lassen. Er ist womöglich die Passage zur Stille. Und ich bin die Störung. Es fühlt sich tatsächlich so an, als sei ich das störende Element in meiner Welt. Wirklich logisch ist das nicht, doch wenn mein Sturz endet, wenn meine Existenz ausgelöscht sein wird, dann wird meine Welt wieder rein sein. Unberührt sein.

Meine Welt, wohlgemerkt, nicht "die Welt". Meine.

Aber siehst Du, bei wem anders als bei Dir könnte ich zumindest hoffen, das das verstanden wird? Vielleicht ergibt das alles auch gar keinen Sinn. Ich meine, es ist ja schon nicht zu erklären, daß ich Dich als etwas Vertrautes, an manchen Tagen gar als Heimat empfinde. Meine Güte! Sowas aber auch. Vielleicht bin ich auf unerreichbare Dinge abonniert. Warum? Weil es weh tut? Weil der Schmerz, wäre er eine Landschaft, das Gebiet wäre, in dem ich operieren kann weil ich es kenne? Und dann, OMFG! wie platt: Paris sehen und sterben.

(das war's. du kannst die Augen wieder öffnen)

"Virtuelles Licht" ist der Titel des ersten Teils der "Idoru"-Trilogie von William Gibson. Ich finde ihn sehr poetisch.


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