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2010-09-07 09:44:26 (UTC)

Korinthenkacker

Gestern unterschrieb ich den Vertrag der die Erhöhung meiner
Arbeitsstunden festlegt. Mein Arbeitsumfang wurde ab dem
01.09.2010 von 50% auf 66,0% angehoben. Das ist jetzt nicht
so wahnsinnig viel, doch es ist besser als vorher und es ist
ein unbefristeter Arbeitsvertrag.

Eine Mitarbeiterin sagte mir gestern etwas in der Art von,
ich solle die Sachen gelassener sehen. Ich hatte mich
nämlich aufgeregt weil wir alle Medikamente erfassen. Wann
sie bestellt wurden, wann sie geliefert wurden, wie groß der
Bestand ist. Als eine Salbe geliefert wurde, die ja als
Medikament zählt, wollte ich also diesen Erfassungszettel
ausfüllen, fand keinen, regte mich darüber auf, lief zum
Kopierer um einen Erfassungsbogen zu kopieren, als mich eine
Kollegin spöttisch drauf hinwies, daß wir Salben *nicht*
erfassen. In meinen Augen stellt das das Konzept der
Erfassung generell in Frage. Die Begründung der Kollegin
war, daß man bei Salben die entnommene Menge nicht
feststellen könne. Mir lag auf der Zunge, daß man das sehr
wohl könne indem die Dose auf eine Waage stellt, aber ich
weiß ja, daß ich schonmal kleinlich bin. Ich sagte nur, daß
man, auch wenn die Entnahme nicht erfasst werden könne, so
doch die Bestellung und die Lieferung festgehalten werden
könnten. Das allerdings erschien der Kollegin unsinnig.

Wozu um alles in der Welt erfassen wir die Medikamente dann
überhaupt? Weil ich mich über sowas eben *derartig* aufrege,
sagte die andere Kollegin, ich solle es mal gelassener sehen
und mir nicht um alles so einen Kopf machen.

Sie hat recht.

Später gab ein Kollege mir einen Zettel mit der Anordnung
eines Arztes, die ich nicht entziffern konnte. Ich rief in
der Praxis an und fragte nach, die Helferin sagte mir, sie
könne den Arzt jetzt nicht stören und ich solle ihr das Teil
faxen, sie würde es übersetzen. Ich tat wie mir geheißen
ward und da stand dann, daß Medikament solle schrittweise
reduziert werden. Was fehlte, war die Angabe über die Größe
der Schritte. Diese Angabe aber brauchen wir, um mit der
Anordnung überhaupt arbeiten zu können. Ich entschloß mich,
das ganze gelassen zu sehen und unternahm nichts. Wenn das
heute nicht schon von einem Kollegen geklärt worden ist,
rufe ich heute in der Praxis an und frage erneut nach.

Ich bin der Ansicht das, wenn die Mitmenschen die Dinge
weniger gelassen sähen, die Arbeitsabläufe effizienter
gestaltet werden könnten, weil es dann zu weniger
Mißverständnissen wie den oben angeführten käme.