/me

2010-08-16 16:16:43 (UTC)

postecke, neue E-Mailadresse

[postecke]
In reply to: unsichere Chefin
Message:

ich finde es interessant, dass du das verhalten deiner
chefin unsicher nennst. ich habe die situation spontan ganz
anders interpretiert, allerdings ohne deine chefin zu
kennen, vermutlich liegst du also mit deiner einschätzung
richtig und ich nicht..
und schon frage ich mich warum ich meine meinung überhaupt
kundtun sollte.. *seufz*
naja, du brauchst es ja nicht zu lesen...
oder vielleicht freust dich ja sogar über ein paar minuten
ablenkung..

hier kommt also mein senf.
grundsätzlich finde ich es bemerkenswert, wenn jemand
bewusst diese unterscheidung trifft und damit doch auch zu
vermeiden versucht, dich zu übergehen oder zu überrumpeln.
man könnte auch sagen, es ist ein zeichen von respekt dir
gegenüber, und meiner erfahrung nach kommt respekt eher von
selbstbewussten menschen, von menschen, die ihre eigenen
grenzen kennen und achten und deshalb auch die grenzen
anderer eher sehen und akzeptieren.
wer sich selber immer irgendwo reinlatschen lässt, weil er
vllt. sogar immer erst dann merkt, dass da seine grenze
gewesen wäre, ist anderen gegenüber sicher auch vorsichtig,
aber eher aus scheu oder unsicherheit heraus und weniger,
weil er wüsste was die persönlichen grenzen des gegenübers
sein könnten.
*bla*
na toll. jetzt schwafel ich.
-------------------

Die Unsicherheit lag eher in dem Tonfall, in dem die Frage
gestellt wurde, den ich hier allerdings nicht wiedergeben
kann. Bemerkenswert fand ich eben, daß sie die genannte
Unterscheidung überhaupt traf. Daß ihr der
Bedeutungunterschied zwischen "Kann ich" und "Mach ich"
derart präsent ist, zeigt, wie sie denkt. Und es zeigt noch
mehr: es zeigt, daß sie annimmt, daß ich ähnlich denke wie
sie. Die Art und Weise wie jemand denkt, spricht, sich
verhält, läßt Rückschlüsse auf seine Vergangenheit zu. Die
spitzfindige Unterscheidung zwischen "Kann ich" und "mach
ich" wird IMHO oft zu Zwecken des Selbstschutzes eingesetzt.
"Du hast nur gefragt, ob ich das tun kann. Du hast nicht
gefragt, ob ich es auch tatsächlich tue." Solch
spitzfindiger Selbstschutz hat eine Ursache und ich vermute,
daß meine Chefin sehr schwere Zeiten durchzustehen hatte.
Ich vermute irgendeine Form des Mißbrauchs und einer sich
daraus entwickelnden Persönlichkeitsstörung. Was ihr
explosives Verhalten in anderen Situationen erklären würde.
Zudem will sie stets von allen gemocht werden. Sie sagte mal
das folgende zu mir: "Weißt Du warum ich das mache? Ich
mach' das, damit du mich nett findest." Was eine vollkommen
unangebrachte Aussage für den Chef eines Unternehmens ist.
Auch hier sehe ich wieder Unsicherheit. Als Chefin kann sie
Entscheidungen kraft ihrer hierarchischen Position
durchsetzen und was macht sie? Sie appelliert an mein
Mitgefühl. Sie ist sich ihrer Macht, zumindest bei mir,
nicht sicher. Irgendwie ahnt sie, daß ich auf Autorität
nichts gebe und weil sie das ahnt, muß es ihr bekannt sein.
Womöglich denkt sie hier ähnlich wie ich.
[/postecke]

Musik: KATAKLYSM

Im September, wenn ich keine zwei Schichten mehr mache (nee,
nicht jeden Tag, aber doch mehrmals pro Woche), werde ich
wieder ein wenig Sport treiben. Und wenn's mir die Ellbögen
zerreißt. Das geht mir soooo auf den Sack. Ich weiß auch
nicht woher das diesesmal kommt. Die waren nämlich in
Ordnung. Wird wohl das Alter sein.

Die letzten Schnitte sind ganz gut entzündet. Das liegt
bestimmt ebenfalls am Alter. Oder an dem Schmutz in der
Wohnung. Aber egal. Das heilt alles früher oder später.

Gestern habe ich mir neue E-Mailaccounts zulegen wollen.
Irgendwann hatte ich einen Anbieter gefunden der keine
persönlichen Daten haben wollte und als ichmich angemeldet
und meinen E.Mail-client konfigurieret hatte, las ich, daß
der Anbieter POP3 nur gegen Bezahklung anbietet. Bei einem
anderen Anbieter sollte ich ein CAPTCHA eingeben, das mir
aber mehrfach nicht angezeigt wurde. Stattdessen kam die
Meldung das ich, falls ich das CAPTCHA nicht lesen können,
die Hotline des Anbieters anrufen könne. Der nächste sagte,
freilich erst nachdem die Anmeldung beinahe abgeschlossen
war, daß ich seine Software installieren müsse, um den
Service nutzen zu können.
noblogs.org fand ich nicht schlecht, aber irgendwas störte
mich dann doch, vermutlich deren Kampfemanzenattitüde. Ich
landete am Ende also bei einem der großen Provider.

Heute habe ich nur rumgehangen, ich hatte nämlich frei und
keinerlei Ambition irgendwas zu tun, außer zwei Packungen
Langnese-Eis zu essen.
Doch, das geht. Eierlikör-Vanille und Kirschzauber. Aus dem
Kirschzauber pule ich aber die Schokolade raus, die ist
nämlich doof.