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2010-08-07 17:12:34 (UTC)

Abwasch, klischee

Musik: DANZIG, "Deth Red Sabaoth"

Heute war ich fleißig. Heute morgen war ich Wäsche waschen.
Zum ersten mal standen die Leute vor dem Waschsalon
Schlange. Es gibt Unterschiede zwischen den Usern. Die
Deutschen belegen für gewöhnlich nur eine einzige Maschine,
manchmal zwei. Die Russen in der Regel zwei, manchmal drei.
Die Afrikaner aber fallen direkt in mit der gesamten Familie
ein und belegen 4 bis 6 Maschinen auf einmal. Unglaublich.

Später spülte ich den Abwasch. Der schimmelte nach mehren
Wochen vor sich hin und ich hatte keine saubere Tasse mehr.


Die Situation zwischen meiner Ex und mir ist seltsam. Sie
hat ihre Lieblingsvideos noch hier, ein paar wenige
Klamotten, ihre Bücher, die Steuersachen unserer, jetzt
ihrer, kleinen Unternehmung, Bettwäsche, die Adressdatei
(ich habe sie mit 4096 Bit RSA verschlüsselt *muhaha* und
wenn ich noch saurer werde, lege ich darum noch einen Layer
aus 256 Bit AES obendrüber. Das hat zwar keinen Sinn, aber,
hm, das ist was emotionales.) Jedoch, wie ich sie kenne,
läßt sie den Kram bei mir und betrachtet ihn als Verlust.

Was mich so sauer macht ist ihr Schweigen. Wir könnten
normal miteinander umgehen. Oder man kann mich anschweigen.

In meinen Augen ist der ganze Ablauf ein Klischee gewesen:
traumatisiertes Mädchen versuchts dennoch mit einem Kerl,
die Beziehung läuft nicht problemlos, Mädchen geht in
Therapie, dabei entdeckt es, das es unterdrückt wird, es
zieht sich zurück, der Sex wird stetig weniger, Mädchen
wendet sich den geqäulten Tieren zu, es wird Vegetarierin,
trennt sich von dem Kerl. Was fehlt? Genau, daß das Mädchen
seine lesbische Neigung entdeckt und ihr nachgibt.

In den auf die Trennung folgenden Telephonaten gab es
Hollywoodreife Sätze: "Hier hat sich soviel geändert
seitdem..." , "Mir ist so vieles klargeworden..." Und
natürlich lag es an mir. Stereotypes, anyone?


Ich hatte gehofft wir seien besser als das. Ich hatte
gehofft, wir würden aneinander wachsen können.