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2009-06-17 08:54:07 (UTC)

ARGE will Rückzahlung und weist mir Schuld zu

Die ARGE sagt, es sei eine Überzahlung zustande gekommen an
der ich schuld sei, weil ich meine Stelle zu spät
bekanntgegeben hätte. Ich sehe die Schuld nicht bei mir. Da
ich den Arbeitsvetrag 5 Tage *nach* Zahlungeingang des ALG2
unterschrieben habe. Der Arbeitsvertrag selbst trat einen
(1) Tag nach Zahlungseingang des ALG2 in kraft. Daß der
staatliche Almos zurückgezahlt werden muß, leuchtet mir
ein, denn wieso sollte der Staat Geld für den Monat zahlen,
in welchem ich reguläres Gehalt beziehe. Aber das die mir
eine Schuld zuschustern wollen ist inakzeptabel (ja, es
heißt inakzeptabel, nicht jedoch unakzeptabel).

Verschwörungstheoretisch könnte man die Sache so deuten:

Die ARGE hatte mir einen ganzen Stapel Papiere geschickt,
die ich ausfüllen sollte. Unter anderem wollte die ARGE
wissen, wo ich arbeite, wieviele Stunden, wie hoch der
Verdienst ist, welche Steuerklasse ich habe etc. Die habe
ich aber nicht ausgefüllt. Ich schickte denen stattdessen
einen Brief in welchem ich bestätigte, daß ich Arbeit
gefunden habe, daß die Stelle befristet sei (und wie lange
die Stelle "läuft") und ich für die Dauer der Anstellung
auf Leistungen nach SGB2 *blah* verzichte. Daraufhin
erhielt ich den Brief, in welchem mir vorgerworfen wird,
eine Überzahlung verursacht zu haben. Das ALG für den Monat
soll ich zurückzahlen und zwar in *einer* Summe, also alles
auf einen Schlag. Falls mir das nicht möglich sei (und wem
ist das schon möglich?) könne ich Ratenzahlung beantragen.
Und dann kommt der für Paranoide interessante Satz: "Dazu
müssen ggf. die gesamten Einkommens- und
Vermögensverhältnisse dargelegt werden."

Wie gesagt, es geht hier um simple Ratenzahlung, nicht
jedoch darum, die Rückzahlung nicht leisten zu müssen. Die
wollen an die Daten ran. Ganz klar. Die wollen wissen,
wieviel Geld du hast wenn du HARTZ-IV beantragst und die
wollen wissen wieviel Geld du hast, wenn du wieder eine
Arbeit gefunden hast.

Ich werde eher einen Monat lang von Wasser und Brot leben
als denen auf diesem Gebiet auch nur ein mü
entgegenzukommen. Die blöden Wichser haben genau gar nichts
getan, um mir bei der Stellensuche zu helfen. Die haben
ihren offiziellen Job nicht gemacht. Und wo ich gerade so
in Stimmung bin, fällt mir auch wieder der überraschte Ton
meines Sachbearbeiters ein "Das ging aber schnell." Ich
mußte nämlich umziehen weil der ARGE meine Miete zu hoch
war und ich teilte denen eine Woche vor Ablauf der First
mit, daß ich eine Wohnung gefunden hatte. So schnell war
das also gar nicht. Aus dem Tonfall des Sachbearbeiters
läßt sich trefflich ein Unterton heraushören. Blöde
Wichser, elendes Nazipack.


Die ersten Luxusdinge die ich mir von meinem ersten Gehalt
kaufte: ein Buch, ein Ziegenkäse, ein Rucksack und ein Paar
Doc Martens (schwarz, 14 Loch, Stahlkappe).