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2008-12-08 15:22:47 (UTC)

Paartherapie?

Jedenfalls denke ich ernsthaft über die Möglichkeit einer
Paarberatung nach. Ich stelle mir da jemanden als einen
Dolmetscher vor, denn wenn meine bessere Hälfte und ich
über, sagen wir, einen Würfel mit 2m Kantenlänge sprechen,
bricht meine Gefährtin einen Streit vom Zaun, weil der
Würfel die falsche Farbe hat. Oder so.

Meine kommunikativen Möglichkeiten sind erschöpft, ich kann
mich ihr nicht verständlich machen, sie kann sich mir nicht
verständlich machen. Deshalb bin ich den Ansicht, daß wir
beiden einen Dolmetscher benötigen um überhaupt zu dem
Problem vorzustoßen, um es in Worte fassen zu können.

Zudem scheint es mir, als *wollen* sowohl meine Gefährtin
als auch ich uns gegenseitig mißverstehen. Sie sagt, ich
würde mich überall herausreden und ich sage, daß ich mich
besseren Argumenten geschlagen gebe und sie die eben nicht
hat. Sie hat recht, natürlich rede ich mich raus doch warum
kann ich das? Weil ich ihre Argumentation widerlegen kann,
was bei ihr zur Verzweiflung führt, weswegen die Fronten
weiter verhärten. 2m sind eben 2m und nicht blau oder grün
oder rosa. 2m sind ein Längenmaß, keine Farbe. Meine
Gefährtin nennt das „abglibbern“, die Sachen glibbern
wirkungslos an mir herunter.

Was aber wenn am Ende der Beratung herauskommt, daß die
Beziehung im Arsch ist?

Wann hat das angefangen? Es wäre doch ein Klischee, wenn
der Beginn der Krise mit dem Beginn der Therapie meine
Gefährtin zusammenfiele. In den entsprechenden Büchern
steht ja immer drin, daß die Therapie des Partners zu
Problemen in der Beziehung führen kann bzw. führen wird.
Aber diese Ratgeber sind doch keine Drehbücher! Und wenn
sie es wären, wo steht denn, daß man das Hirn zugunsten der
Emotion ausschalten muß?