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2008-10-16 15:34:40 (UTC)

Q.E.D.

Wochenlang sag' ,ich, daß wir Handzettel brauchen, daß uns
die Zeit davon läuft. Meine Gefährtin hat auch einen
Entwurf gebaut, wir beide haben Entwürfe gebaut und
kritisiert. Dann war lange Ruhe, inzwischen verrann die
Zeit. Heute nun, heute nachmittag, also kurz bevor wir die
Dinger brauchen, ruft meine bessere Hälfte mich an und
fragt ob ich mitkäme, die Handzettel drucken zu lassen.

"Hier läuft gerade der Kaffee durch, schick mir den
Entwurf doch per E-Mail."

Im Ergebnis ist noch immer dasselbe Photo mit denselben
ausgefressenen Rändern drin. Handzettel Teil sieht aus, als
sei er auf die Schnelle und ohne Sorgfalt
zusammengeschustert worden. Die Ränder sind unterschiedlich
breit, die Abstände der Inhalte zu den Rändern stimmen
nicht, es drin Tippfehler drin. Sowas geht einfach nicht.
Und da hab ich noch nichts über die Farbzusammenstellung
und die Aufteilung gesagt. Man kann Elemente nämlich so auf
ein Blatt paxcken, daß sie aussehen, als habe man Elemente
auf ein Blatt gepackt und man kann es so gestalten , daß
die Elemente eine Einheit bilden, daß sie einen
Zusammenhang haben.

Ich hab' so die Nase voll. Wir hatten zu Beginn über die
Arbeitsteilung gesprochen und dabei kamen wir zu der
Abmachung, daß jeder das tut, was er besser als der andere
kann. Ich halte diese Absprache für sinnvoll, weil sie für
die Qualität gut ist und vor Frustrationen schützt.

Mit den Photos für den Katalog wird es genauso laufen. Es
läuft meistens so. Die Zeit die wir jetzt noch haben,
reicht ohnehin kaum für Photos und deren Bearbeitung und
das Layout und die Texte und Korrekturen und Druck.

Es läuft auch mit ihrem Rechner so, um den ich mich schon
lange nicht mehr kümmere. Ich habe es zwischendurch nochmal
versucht, doch es erwies sich als zu frustrierend.

-"Ich habe kein Interesse an dem Ding."
-"Ich habe keinen Kopf für den Computerkram."
etc.

Inzwischen ist das Servicepack3 raus, sind -zig andere
Sicherheitsupdates rausgekommen und ich sag immer, daß
Microsoft wieder soundsoviele kritische Lücken geflickt
hat. Und ich sag meiner Gefährtin seitdem auch, wenn
irgendwas an Deinem Rechner ist, komm' nicht zu mir.
Ich könnte ihr Desinteresse akzeptieren, wenn sie zuließe,
daß ich mich um die Dinge kümmere. Aber sie läßt es nicht
zu. Sie erledigt die Sachen nicht und verhindert, daß ich
sie erledige.
Ich habe es so satt, das Verschleppen und Hinauszögern und
die schlechte Stimmung und das Betteln.

Wenn du eine Situation nicht ändern kannst, was bleibt dir,
als dich aus der Situation zurückzuziehen?


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