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2008-05-02 10:50:03 (UTC)

Tierarzt

Katze war beim Tierarzt und bekommt nun Medikamente. Der
Tierarzt gab das übliche: ein Spasmolytikum, ein
Antibiotikum, Vitamine und Elektrolyte (als Infusion).
Medikation für zu Hause: Nox Vomica (Brechnuß als
homöopathische "Medikation". Wenn's hilft...), Tannalbin
(Gerbsäure gegen den Durchfall) und ein anderes Zeug,
ebenfalls gegen Durchfall, das sich mit Spasmolytika
allerdings nicht verträgt.

Damit die Katze die Streukügelchen mit der
Brechnußinformation drin überhaupt nimmt, war ich beim
Biometzger und habe scheißteure Leberwurst gekauft (feine
geräucherte) und damit der Stinker danach was zu essen
hat, kaufte ich scheißteurers Biohackfleisch (ungewürzt),
das ich gerade *dünste*. Eigentlich ist es doch
bescheuert. Was die Katze da leckeres bekommt, kaufe ich
mir nicht, weil es zu teuer ist. Die Katze hat heute
Kosten in Höhe von 50 Euro verursacht. Jetzt liegt sie auf
dem Lammfell und pennt und denkt wahrscheinlich, daß das
alles so seine Richtigkeit hat. Falls sie überhaupt denkt.
Eigentlich guckt sie nämlich meistens empört. Wenn sie
wach ist. Oder sie guckt empört und *seufzt* dabei. Ich
habe eine seufzende Katze mit schmutzigen Ohren, den
niedlichsten Punkten die ein Katze überhaupt am Bauch
haben kann und dem lautesten Schnurren, das ich je bei so
einem Tier vernommen habe. Als die Katze hier neu war,
taten mir die Ohren weh wenn sie schnurrte, so laut ist
das. Ich höre sie schnurren, wenn sie zwei Räume weit von
mir weg ist. Und natürlich schläft sie bevorzugt im Bett,
glücklicherweise auf dem Kopfkissen meiner Gefährtin, so
daß sie und nicht ich sich in Katzenhaaren wälzt. Meine
Gefährtin hat dem Tier beigebracht im Bett zu schlafen.
Und vom Teller zu essen und auf den Schoß zu springen
respektive die Krallen in das Hosenbein zu schlagen und am
Bein hinaufzuklettern, wenn der Mensch mit einer Tüte
raschelt. Was meiner Gefährtin sehr weh tut. Aber bitte,
sind ja nicht meine Beine.

Wenn das Hackfleisch gleich gar *gedünstet* ist, werde ich
es in kleine Portionen aufteilen und dem Stinker über den
Tag verteilt geben, damit er sich seinen Magen nicht
überlädt und das scheißteure Hackfleisch nicht auf den
Teppich kotzt. Achja, in habe es in einer leichten Brühe
gedünstet. Der Herr hat's nämlich gern würzig.

Nein, es ist keine Rassekatze. Es ist eine Europäisch
Kurzhaar, eine gewöhnliche Feld-, Wald- und Wiesenkatze
also. Noch dazu ein unterdurchschnittlich intelligentes
Exemplar (sie weiß z.B. nicht, daß man auf den Schrank
klettern kann, wenn da ein Klops oder sonstwas leckeres
liegt) und überdurchschnittlich verfressen und vermutlich
hat sie zusätzliche Schäden, denn sie rennt manchmal mit
dem Kopf, wenn sie gerade einen Brocken Trockenfutter
jagt, gegen die Tür, gegen die Wand, gegen die Heizkörper.
Sonderlich geschickt ist sie auch nicht. Normalerweise
weichen Katzen Hindernissen grazil aus. Der Io macht das
nicht, der schmeißt das um oder rennt dagegen. Der Kopf
ist ziemlich klein, der Brustkorb hingegen geradezu riesig
und das Hinterteil ist so klein, wie man es angesichts des
winzigen Kopfes erwarten darf. Der Verdauungstrakt ist
ungewöhnlich anfällig und er hat eine Angststörung,
weswegen er in die Transportkiste geschissen hat.

Aber niedlich isser. Und kuschelich isser auch. Er hat
sehr schöne Augen und nachtschwarze Fußballen. Bißchen
doof, aber niedlich.

Er hat auch so seine Gewohnheiten, denn eine regelmäßiger
Tagesablauf ist wichtig. Morgens, so gegen 7 Uhr sitzt er
starrend vorm Bett. GEgen 7:30 Uhr wird schonmal
vorsichtig gemaunzt, Gegen 8:30 Uhr wird damm gebrüllt, wo
das Frühstück bliebe und überhaupt. Nach dem Frühstück muß
er gestreichelt werden. Danach muß er ein
Verdauungsnickerchen halten, so etwa bis 14:30h /15:00h,
dann ist nämlich wieder die Zeit des maunzens (und des
empört guckens) gekommen, dann muß ich mich zur Katze aufs
Lammfell legen, den Stinker streicheln und ihm was von
meinem Brot- oder Brötchenbelag abgeben. (Ich mahc mir
eigentlich immer was kleines zum Kaffee). So von 16:30h an
kann man schonmal aufs Abendessen hin maunzen und
auggeregt hin- und herlaufen oder sich in den Türrahmen
setzen und den Menschen am Rechner empört anstarren. Auf
das Abendessen, das gegen 18 Uhr eingenommen wird, folgt
ein Nickerchen, bis gegen 19h/19:30h. Gegen 19:30h ist die
Zeit gekommen, da man die Katze streicheln und kuscheln
muß. GEgen 20 Uhr stellt sich wieder eine Unruhe ein, weil
gegen 22:00h die Trockenfuztterbröckchen geworfen werden
müssen, damit die Katze etwas hat das sie jageb und
fressen kann. Das wiedeholt sich um etwa 23:00h. Danahc
wird wieder empört gestarrt, bsi es ins Bett geht, wobei
dem zu-Bett-Gehen ein Mitternachtssnack voran gestellt
ist. Auch an diesen muß laustark erinnert werden.
Liegen die menschen dann gemütlich im Bett, stapft die
Katze aus Gründen die sich nur ihr allein erschließen
durch selbiges und dreht die andere oder andere
Kontrollrunde durch die Wohnung, wobei sie ihre
Anwesenheit mehrfach durch miauen verkündet. Ja und dann
wird geschlafen, bis etwa 7 Uhr. Siehe oben.

Starren geht aber auch zwischendurch. So wie jetzt. Der
Blick sagt in etwa. "Wieso hast Du das Hackfleisch mit dem
bitteren Tannalbin geschändet?! Das kann doch keiner mehr
essen. Kann ich noch etwas Leberwurst haben?"


Mehr Ex-Vermieter kommt nächste Woche, der hat wohl arge
Schwierigkeiten mit dem neuen Eigentümer des Hauses.

Diesen Test habe ich gestern gemacht. 71% der
Informatikfragen hatte ich richtig, aber nur 14% der
Mathefragen.
www.heise.de/tr/wissenstest/