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Ezoic
2008-04-03 10:18:27 (UTC)

schön/nicht schön

Ich ließ gerade die Werbezettel für unser neues Angebot
drucken. Sowas gefällt mir, dabei fühle ich mich gut und
es ist, als sei mein Rückgrat länger, kräftiger und als
ginge ich aufrecht. Im Gegensatz zu der Bewerbung, an der
ich seit gestern sitze und die nicht fertig wird, weil ...
keine Ahnung. Wenn man irgendwas nicht will, macht man
Fehler, desto gründlicher und konzentrierter muß man
arbeiten, wodurch einem die Sache, die man ja sowieso
nicht will, noch stärker verleidet wird, was wiederum die
Fehlerquote steigert.
Ich hatte den Bewerbungskram ja schon fertig, jedoch war
der für E-Mails ausgelegt, eine gedruckte Bewerbung
erfordert andere Einstellungen. So hatte ich die Schrift
im Lebenslauf nicht schwasrz, sondern in einem sehr
dunklen Grau gehalten, weil der Blick in einen Bildschirm
wie der Blick in eine Lichtquelle ist und es mir
unangenehm ist, wenn da so sehr starke Kontraste sind.
Viele Webseiten haben deshlab keinen knallweißen, sondern
einen etwas dunkleren Hintergrund, der für's Auge
angenehmer ist.
Druckt man das aber aus, sieht es beschissen aus, weil das
Papier eben keine Lichtquelle ist, also mußte ich die
Schriftfarbe wieder auf Schwarz setzen. Und dann immer
wieder die Frage, wohin das Absenderfeld gehört. Es direkt
über den Adressaten zu setzen, empfinde ich als unhöflich,
rechts sieht es doof aus, oben quer sieht es überheblich
aus. In solchen Dingen verfranse ich mich dann.
Schrecklich. Im Gegensatz zu Bewerbungen, die mir
uwnichtig waren, bei denen war ich so cool, daß ich
Eiswürfel pinkeln konnte. Hier jedoch bin ich beinahe am
Zittern.
Ich laß meine Gefährtin das dann gegenlesen, zum einen
wegen der Orthographie (ich verwende Kommas nämlich sehr
gern) und ztum anderen wegen verschwurbelzter
Formulierungen und natürlioch wegen des allgemeinen
optischen Eindruckes. Es endet dann so, wie es immer
endet: Wir kriegenuns z.B. über die Frage der
Positionierung des Absenderfeldes in die Haare und später
finde ichz -zig Punkte, die meiner Gefährtin nicht
aufgefallen sind, so daß ich mir immer wieder sage "Scheiß
drauf, mach's selbst, hör nicht auf die anderen."

Und das alles wegen des "Ihre Wohnung ist zu teuer"-Briefs
der ARGE. Zum Kotzen. Die wissen nicht, was sie bei ihren
Kunden (haha) anrichten und sie sind niemals für irgendwas
verantwortlich, weil sie schließlich nur den Anweisungen
folgen. An diejenigen, die verantwortlich sind, kommst du
als HARRTZ-IV-Alimentierter aber nicht heran, du hast
keine Lobby, Rechte hast du sowieso keine, von Würde ganz
ztu schweigen. Respekt steht dir nicht zu.

Ich reg mich jetzt aber nicht mehr auf, denn den Sprit, um
deren Hütte abzufackeln, kann ich mir leisten.

Ich mach an der Bewerbung weiter, wobei ich mich frage, ob
ich bei einer Bewerbung um Wiederenstellung meine
Zeugnisse beilegen sollte.


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