/me

2007-12-29 21:09:03 (UTC)

schuldgefühle != lösung

musik: FIELDS OF THE NEPHILIM - „Elizium”
getränk: rotwein
in gedanken: die klinge

so sick of all the people

ich finde es gerade schön hier. das einfache layout, die
stille, den wein, FIELDS...
gerade richtig um ein wenig zu resümieren (schreibt man
das so?). falls man resümieren wollte. wer will das schon.
ja, ich bin sentimental. ich habe ein wenig getrunken und
werde nachher ein wenig Doxepin nachwerfen. wir wollen ja
nicht, daß es zu schlimm wird. im moment bedauere ich, daß
meine gefährtin ungeeignet ist, um mit ihr in einer
romatisch verklärten, oder jeder anderen weise, suizid zu
begehen. wäre doch schön, mit den FIELDS im hintergrund
diese verschmelzung zu erleben und dann, bevor dieses
empfinde verlischt, zu sterben. in der gewissheit der
verschmeltzung zu sterben. das wäre doch was, jemandem
wirklich nahe zu sein und jemand anderen wirklich nahe
heran zu gelassen zu haben. ohne angst, ohne furcht, ohne
die gefahr, dieses risiko vergeblich eingegangen zu sein.
ich bin ja durchaus romantisch. ich bin noch immer das,
was du willst das ich sei. du mußt es nur geschickt
anstellen.

der neue rechner, das „business” - das sind keine wahren
freuden, das ist nur etwas, wodurch der schmerz gemildert
wird. deshalb freue ich mich darauf. wenn es schon keine
erlösung gibt, ist die aussicht auf minderung des
schmerzes schon etwas großartiges. und doch ist es wie
cola light. es ist nicht, was du wolltest, es kommt nahe
heran, doch in deinem bewußtsein wird immer das empfinden
eines verlustes sein. du hast das ziel nicht erreicht.

die beziehung zu meiner gefährtin hat iohre innigkeit
längst eingebüßt. wir leben bruder und schwester
nebeneinander. wir vögeln gelegentlich. wobei es im
biologische notwendigkeiten eghet, kaum noch um begehren
oder gar sinnliche bedürfnisse. heute kam ich mir vor als
lebte ich das sexualleben meiner großeltern. die haben
sieben oder acht kinder und sahen sich noch nie nackt.
zugegeben ein extremes beispiel. die tendenz aber stimmt.
ich will kein frustrierter 80-jähriger werden.

ich rief meine gefährtin deswegen an und sie brach das
gespräch ab. sie hat ein intensives
gerechtigkeitsemfpinden. sie sagt, sie „sehe nicht ein”,
daß „immer” sie daran „schuld sein soll”. dabei ging es
gar nicht um schuld, nicht um immer sie, sondern um
veränderungen. wieso ist sowas immer so kompliziert? was
wäre mit: so sieht die situation aus. folgende dinge
können wir ändern: ...?

wieso artet sowas immer in schuldfragen aus? schuld.
schuldig. du bist schuld. du bist schlecht, minderwertig
etc. wieso? man könnte ja auch sagen, daß es problem gibt,
das dies und jene lösungsmöglichkeiten denkbar sind und
dann üdarüber diskutieren.

vielleicht muß ich laut werden um diese schrägen und
falschen schuldgedaken aus der diskussion
hinauszubekommen. muß ich? sollte ich? gibt es dafür ein
rezept?