/me

2007-12-05 16:16:33 (UTC)

bürokratie

bürokratie ist etwas häßliches. quittungen sammeln,
nummerieren, verbuchen, aufkleben, abheften artikel
kategorisieren, verschlagworten, formbriefe erstellen,
label erstellen, drucken, adressen finden, in die datenbank
packen, kategorisieren, sortieren, verschlagworten, ...

das prinzip ist noch immer einfach: hier günstig kaufen,
dort teurer verkaufen. und dann kommt die buchhaltung und
macht die einfachheit zunichte. beispiel mehrwertsteuer.
die muß ich zahlen, doch ich bekomme sie zurück. wieso kann
man das nicht so machen, daß geschäftsmenschen ihren
geschäftsausweis zeigen und die mehrwertsteuer nicht
zahlen? das würde eine menge schreib- und rechenaufwand
sparen. naja, wenigstens muß auf die buchaltung keine
vergnügungssteuer zahlen. *haha*

ich weiß schon, warum das so ist. um die mehrwertszteuer zu
bearbeiten braucht es büroangestellte. das verwalten
schafft arbeitsplätze. ich wette, wenn man die bürokratie
nennenswert abbauen würde, würde sich die arbeitslosenzahl
verdoppeln. dann gäbe es nicht wie bisher 7 millionen
HARTZ-IV-bezieher sondern 14 millionen. der staat schafft
arbeit indem er regeln erschafft die so kompliziert sind,
daß man eine ausbildung braucht, um sie zu verstehen.
deshalb gibt es steuerberater und menschen, die
steuerformulare entwerfen und verwalten und nachrechnen,
solche, die software erstellen, mittels derer man die
steuererklärung abfassen kann. die formulare müssen
gedruckt werden, sie müssen überhaupt erst erstellt und
beaten und beschlossen werden. sie müssen transportiert
werden. all das braucht strom und holz und tinte, ... stell
dir mal vor, man könne eine steuererklärung tatsächlich auf
dem berühmten bierdeckel machen. wieviele arbeitslose es
plötzlich mehr gäbe.
stell dir vor, Microsoft würde sichere betriebssysteme
bauen. oder die user würden gezwungen werden, einen
computerführerschein zu machen. all die
antivirensoftwarehersteller würden arbeitslos.

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die kategorisierung unserer artikel ist schwierig. ich habe
mir überlegt, sie nach art der photoverwaltung zu
katalogisieren.
die interne kommunikationsstruktur muß verbessert werden.
denn heute rief ich meine gefährtin an und erkundigte mich
nach dem material, das sie braucht, weil ich es bestellen
wollte. danach rief ich einen lieferanten an, der das
material zwar hat, aber nicht in genau der ausführung wie
wir es brauchen. also rief ich meine gefährtin wieder an
und fragte sie, ob die varianz tolerabel sei. sie rief dann
den lieferanten an um das mit ihm zu besprechen. danach
rief sie mich an um mir das ergebnis mitzuteilen. das ist
zu kompliziert. wir müssen einen weg finden, bei dem die
bestellungen nur über mich oder über meine gefährtin
laufen. das muß zentral gesteuert werden. sodann brauchen
wir ein geschäftskonto. das aber muß über meine gefährtin
laufen weil, wenn ich da auftauche, das amt hellhörig
werden wird und dann muß ich wieder irgendwelche formulare
ausfüllen und dinge nachweisen und *blah*, es würde
kompliziert werden.
und diesen ominösen gewerbeschein brauchen wir in kopie.
unser steuerberater, mit dem habe ich deshalb telephoniert,
sagt, er haben nur eine kopie und das original müsse bei
meiner gefährtin sein. meine gefährtin sagt, sie habe das
original nicht oder könne es nicht finden. ohne
gewerbeschein ist schlecht einkaufen. ohne gewerbeschein
erfährst du nichtmal die preise von dem kram, den du
bestellen würdest, wenn die preis niedrig genug wäre.