/me

2007-11-28 07:28:47 (UTC)

geld?

die kleine postecke:
In reply to: schlampigkeit
Message:

"sowas macht mich sauer. gut, sie hatte
kopfschmerzen. am freitag. am samstag auch. am sonntag
jedoch zog sie es vor, mit nachbars hund gassi zu gehen.
da könnte ich platzen."

ich sehe das ganz anders. wenn man mal 3 tage lang was
schleifen lässt, ist das kein grund zu platzen. sondern zu
überlegen, ob sie mal eine auszeit braucht, frische luft,
mit dem hund gassi ... ich sehe überhaupt keinen grund,
warum man sich darüber so aufregen muss. siehst du das
nicht
ein wenig zu verbissen?

gut möglich. doch die sache schleift nicht erst drei tage,
sondern zwei wochen und ich sehe in ihr meine zukunft und
wenn die sache dann schleift, gefährdet das meine zukunft.
die sache ist eine möglichkeit, geld zu verdienen. die
leute *wollen den kram kaufen*, sie *fragen danach*, wir
hatten schon *händleranfragen*. jeder tag verzögerung ist
ein tag länger in HARTZ-IV, ist eine weitere nacht ohne
schlaf, ein weiterer tag angst vor der ARGE.

ich hänge mich, da hast Du recht, in sachen ziemlich rein,
wenn sie mich interessieren und werde dann ungeduldig,
wenn es nicht so gut läuft wie ich will und wie es laufen
könnte. meine gefährtin ist tatsächlich überfordert. ich
habe gestern die fehler korrigiert, die sie gemacht hat,
habe also den katalog zu 60% neu geschrieben. aber sie ist
überfordert, weil sie die sachen an der uni vor sich her
schiebt. sie schiebt viel und oft vor sich her. und das
ist *ihre* verantwortung, nicht meine. sie quält sich also
selbst. wenn man die dinge organisiert, laufen sie rund.
wenn man sich treiben läßt, laufen sie gar nicht und am
ende steht man vor einem riesigen berg an unerledigten
dingen und fühlt sich überfordert.

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gestern kam mein bruder vorbei und säuselte, ich solle in
den nächsten tagen meine kontoauszüge mal holen.
zwei tage zuvor rief meine großmutter mich an und fragte,
was ich mir zu weihnachten wünsche. ich sagte scherzend:
„Ein Arbeitsplatz wäre gut und ich brauche einen neuen
Rechner.”
nee, das ginge nicht, da käme ich zu spät, sie habe sich
ein neues TV-gerät gekauft und wieso ich das nicht meiner
mutter gesagt habe?
”Nee, das war nicht ernst gemeint. Ich weiß einfach nicht,
was ich sagen soll, wenn ich gefragt werde, was ich mir zu
Weihnachten wünche.”
wie teuer sowas sei?
„Naja, so um die 400euro.”

und jetzt bin ich gespannt. geld auf das konto eine
HARTZ-IV-alimentierten zu überweisen ist gefährlich,
insbesondere vor weihnachten. naja. vermutlich haben meine
eltern sich mit meiner großmutter zusammengetan und sehen
das als eine investition in die zukunft an. ich habe
meiner mutter gesagt, ich würde ihr den katalog brennen
und zuschicken. und ja, ich bin aufgeregt, obwohl es
unklug ist, denn die erfahrung zeigt, daß es immer falasch
war, wenn ich mich auf irgendetwas gefreut habe. dann ging
es immer schief. trotzdem sehe ich das teil schon hier
stehen. dual- oder tripleboot.: *BSD für die sicherheit
beim surfen, Suse für die kompatibilität, Debian für die
langlebigkeit. sollten es 4oo euro sein, würde ich zwei-
bis dreihundert drauflegen. dazu kommen die erlöse von der
ersten aktion „der sache”.

tatsächlich fühle ich mich unverschämt reich und mitglied
der gesellschaft, wenn ich einen 50-euro-schein in der
tasche habe und den an der kasse zum bezahlen nutze. in
der wohnung habe ich drei von sechs glühbirnen
rausgeschraubt, weil das strom spart, die wohnung ist nie
wärmer als 15 grad celsius, die türen zu den räumen sind
geschlossen, um wärmeverliuste zu mindern. wasser spare
ich, indem ich nicht nach jedem pinkeln spüle, was meinen
bedarf an reinigungsmitteln erhöht. stromverbraucher
trenne ich vom netz indem ich den stecker aus der dose
ziehe, damit sie nicht heimlich im stand-by-modus weiter
strom verbrauchen. es brennt niemals in einem raum
gleichzeitig das licht. ich esse oft nur butterbrote,
ohne weiteren belag und komme mit dem geld dennoch nicht
bis zum monatsende. ich koche nicht, weil das gas
verbraucht. ich sitze entweder am rechner *oder* höre
radio, weil das strom spart. HARTZ-IV ist entwürdigend.
auf die neuerliche bewerbung habe ich noch keine absage
erhalten. ich fühle mich aölso auch deswegen wie ein könig
weil iczuh mir einbilden kann, daß der arbeitgeber meine
bewerbung zumindest liest bevor er sie verneint. man wird
genügsam.
sowas wie in paris wie hier vermutlich nicht geschehen und
ich weiß nicht, ob ich das als gut oder schlecht ansehen
soll.