/me

2007-11-20 10:27:55 (UTC)

zwischen den zeilen

wenn ich die bewerbungen, die ich geschrieben habe,
durchsehe, dann fällt mir auf, daß die bewerbungen, die auf
jene stellen gezielt haben, die ich tatsächlich haben
wollte, überdurchschnittlich oft zu einer reaktion des
unternehmens führten. es scheint, als ließe sich zwischen
den zeilen herauslesen, ob der bewerber an der stelle
interessiert ist, oder ob die verzweiflung ihn zum abfassen
der bewerbung getrieben hat.
ein anderer punkt der mir auffällt, ist, daß ich in
bewerbungen auf erstrebenswerte stellen weniger fehler
hineinbringe. so sitze ich gerade an einer, mit der ich
mich um eine stelle die meinem erlernten beruf enspricht,
bewerbe, und ich lese sie 10 mal, 20 mal, in der
rohfassung, als .pdf, ausgesdruckt und mir fällt erst beim
21sten lesen ein rechtschreibfehler auf, beim 30sten lesen
sehe ich einen zahlendreher etc. es scheint, als arbeite
ein teil von mir daran, solche von der verzweiflung über
meine HARTZ-IV-situation diktierten bewerbungen von
vornherein scheitern zu lassen. ich bin bei solchen
bewerbungen auch überhaupt nicht aufgeregt, so als seien
sie nichts wert, weil ich wohl ahne, daß sie fehlschlagen
werden. merkwürdig, wie unfrei der mensch ist.
was soll man aber auch auf die frage „Wieso wollen Sie
gerade bei uns arbeiten?” antworten? wieso geht einer
arbeiten, wenn nicht wegen des geldes und aus gründen der
persönlichen erbauung?