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2007-06-06 10:14:01 (UTC)

euphemismen sind scheiße

wieder bewerbungen abgeschickt. das schwierigste ist der
part, in dem es um die frage geht, wieso man sich gerade
bei dieser firma bewirbt. ... und es soll ja glaubhaft
wirken. euphemismen sind ebenfalls schwierig. „Wir
begeistern unsere Kunden mit *blahblah* sowas ist mir
fremd. „Angesichts Ihres Firmenprofiles neige ich zu
spontanen Orgasmen.” sowas?! „spannende
Herausforderung...” HARTZ-IV ist ebenfalls spannend. es
sei denn, man ist davon betroffen. „spannend2 ist ein
wort, das durch seinen inflationären gebrauch seine
bedeutung verloren hat. es muß ja alles positiv sein. wenn
einer alles negativ sieht, macht die umwelt ihm vorwürfe.
sieht einer alles positiv, was ebenfalls einsietig ist,
ist das dann normal.
wenn eine aufgabenstellung mich interessiert, wenn ich
mich gut fühle beim erarbeiten der lösung, dann ist es
spannend. fühle ich mich dabei schlecht, dann ist es ein
problem und es ist mitnichten spannend.
wer würde eine vergewaltigung als spannend bezeichnen? das
ist nicht meine welt. wer wörter verfälscht oder
nachmacht, oder nachgemachte oder verfälschte wörter in
umlauf bringt, sollte bei lebendigem leib in 60°C heißem
wasser gegart werden, bsi er einsieht, das sowas nicht
spannend ist.
”aktiv” ist auch so ein wort. meist gefolgt von einem
verb, einem *tu*-wort. worin liegt der unterschied
zwischen „sich engagieren” und „sich aktiv engagieren”?
im anfühlen. substantiell gibt’s da keinen. naja. ich geh
jetzt mal aktiv faulenzen.

ich werde mißtrauisch, wenn jemand versucht, mir mit style
statt substanz zu kommen. jedenfalls, wenn er mir ein
technisches gerät verkaufen will. das bedeutet aber auch,
daß jeder, der diesen merkatingsprech besser beherrscht
als ich, mich im rennen um einen ausbildungsplatz
austicht. aber wer will denn bullshit-bingo spielen, wenn
er bewerbungen liest?! glauben die firmeninhaber sich ihr
marketinggeschwätz eigentlich selbst? ein kilo blei bleibt
ein kilo blei. aber ein *schönes* kilo blei, *fühlt* sich
anders an.

genug der gemeinplätze. ist ja auch egal. hauptsache ist,
man bekommt den fuß in die tür. egal wie. leiden
ehrlichkeit und qualität darunter? ja.


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