/me

2007-05-15 13:05:52 (UTC)

behördenmühlen

die kleine postecke:

Timestamp: 2007-05-15 07:40:19 GMT
In reply to: reha - ende!
Message:
nur, weil das garantiert irgendwelche desaströsen
konsequenzen für dich haben wird. einstellung der
finanziellen unterstützung, akteneintrag der dich bis an
dein lebensende wie das judasmal verfolgen wird,
irgendeine klage wegen kooperationsverweigerung oder
schlicht das einfordern der bisherigen, von wem auch immer
bereitgestellten kosten für deine reha-maßnahme. ... *g*
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mich deucht, das ist schon im gange.
um das klarzustellen. die eigentliche rehamaßnahme ist
bereits beendet. der rententräger führte mich, und würde
das noch bis ins jahr 2009 tun, als rehafall.

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/postecke
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das arbeitsamt rief an, mein rehamensch sei erkrankt,
worum es denn es ginge, als ich dort gestern anrief?
um umschulungen.
[...]
- zuerst ist ja mal der rententräger zuständig.

naja, jetzt vermutlich nicht mehr. ich lese ihnen den
brief gern vor: „(...)Aufgrund Ihres Schreibens vom
[datum] schließt [der rententräger] Ihr Verfahren ab. Mit
freundlichen Grüßen [name]”

- und ab wann?

das steht da nicht. da steht nur, was ich ihnen
vorgelesen habe.

-jaha, sie können doch nicht sagen, wenn sie die
umschulung beim rententräger nicht bekommen, dann suchen
sie sich jemand anderen. also, wenn sie eine
einstellungszusage hätten von einem arbeitgeber, dann
könnnten wir da vielleicht etwas machen.

das ist aber unrealistisch, oder? für arbeitgeber bin ich
uninteressant, die werden mir keine zusage machen, meine
abschlüsse sind nämlich zu alt.

-das mag unrealistisch sein, es ist aber so. wer
gearantiert mir denn, daß sie hinterher einen job finden?!

ich wiederhole mich auch nocheinmal: meine abschlüsse
sind zu alt. wenn ich eine $Bildung bekomme, finde einen
job, falle aus ihrer statistik heraus, der steuerzahler
muß nicht länger für mich aufkommen und alle sind
zufrieden. das wär doch was, oder?
[...]

zu doof, daß ich dieses telephonat nicht aufgezeichnet
habe. ich mach das nämlich seit kurzer zeit, weil mir das
möglicherweise mal von nutzen sein wird. vielleicht
schicke ich die gesammelten absurditäten als
tonbandaufzeichnung an eines dieser polit-magazine.

und jetzt, nachdem das arbeitsamt angerufen hatte, sich
mehr oder weniger deutlich für nicht zuständig erklärte
und mich wieder anrufen wird, wenn das eine oder andere
geklärt ist, warte ich auf den rückruf des für mich
zuständigen menschen bei der ARGE. der ist nämlich, wie
alle anderen mitarbeiter der ARGE „...während der
Publikumszeiten nicht zu sprechen”. wir ahben also nunmehr
zwei behörden, die sich darum reißen, sich nicht um meine
belange zu kümmern, obwohl sie, gemäß „Fordern und
Fördern” dazu angehalten sind. das Arbeitsamt und die
ARGE.

es ist ein irrsinn, daß das arbeitsamt mich fragt, wer
dafür garantiere, daß ich nach einem $Bildungsmaßnahme
einen job finde. eigentlich sollte es doch so sein, daß
das arbeitsamt mich mit weiterbildungsmaßnahmen geradezu
bedrängt, auf das ich fit werde um aus deren statistik
herauszukommen.
aus all dem geht hervor, daß es sich um den topf dreht,
aus dem die maßnahme bezahlt werden soll. ich würde die
auch selbst zahlen, wenn ich ausreichende finanzielle
mittel hätte. doch mit 345 euro bekommt man keinen kredit.

in der phantasien stellt sich das weitere vorgehen so dar:
das arbeitsamt/die ARGE zweifelt meine gesundheit an,
testet sie, gewährt mir die umschuliung und alle sind
zufrieden.

es gibt ein zweites szenario. das arbeitsamt/die ARGE
verweigert sich allem, ich gehe von einem chef zum anderen
und bleibe bis an mein lebensende HARTZ-IV-Empfänger.