/me

2006-01-20 12:33:01 (UTC)

trigger?

das untenstehende habe ich heute th. gemailt.
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CRADLE OF FILTH, "Midian"

Death Magick for Adepts

er kommt mir nahe, auf vielleicht 30 cm, ich sehe seinen
bart, der ungepflegt über seine lippe hängt, sein graues
haar, die grauen augen, seine trockenen hellrosa lippen,
verschwinde kurz und frage mich, ob er wieder ein stück
näher gekommen ist.
er spricht mit mir und ich frage mich, ob er mich in
wirklichkeit nicht doch abcheckt, ob ich mit ihm ficken
werde. bin ich kind? ich spüre den drang, das verlangen,
ihn zu küssen, aus dankbarkeit und damit er mir nichts tut,
damit ich den anfang mache und die situation kontrolliere,
als sei der sex etwas unausweichliches und wenn es nur
schnell genug geht, dann habe ich es schneller überstanden
und kann so tun, als habe es nicht stattgefunden. als sei
es nur ein traum gewesen, nicht real. im geist sehe ich
mich auf die knie gehen und ihm einen blasen. ich spüre das
kribbeln etwas verbotenes zu tun und empfinde, das diese
tat unrecht ist und er das eigentlich nicht darf. die welt
um uns herum verschwindet kurz. wir sind mitten auf der
straße und doch existiert sie nicht, er trägt die
verantwortung und ich bin nicht da. außerdem würde es
niemanden kümmern und niemanden etwas angehen was wir hier
tun. ich bin sein werkezug, deshalb bin ich unsichtbar. er
darf mich nicht dazu bringen, ihm einen zu lutschen, denn
ich bin zu jung.
ich bin verwirt, vielleicht bin ich ja doch schwul. nein,
bin ich nicht. doch. das verbotene würde dich nicht reizen,
wenn du nicht auch gefallen daran finden würdest.
mein kopf sagt, das sind hirngespinste. woher kommt die
verwirrung? wieso kann ich gleichzeitig jünger sein als ich
bin und wieso denke ich in verschiedenen altern?

wir verabschieden uns. ich weiß, daß das alles nur in mir
existiert. mein magen ist ein klumpen, als hätte eine
riesige wattefaust mir in den magen geschlagen, ich hinke,
mir wird schwindelig und ein anderer teil, einer, der
darüber ist, behält die kontrolle so das niemand etwas
merkt. ich gehe, setze einen fuß vor den anderen und bin
froh über diese übergeordnete, unangreifbare steuerung.
eine reservesystem das anspringt wenn es notwednig ist, das
mich am laufen hält, das die kontrolle übernimmt wenn alles
sonst in sich zusammensinkt. das unabhängig vom denken ist,
das ein zweites, unemotionales denken ist.
ich bin verwirrt. was sollte das? und wenn das stimmt, was
sich aus diesen empfindungen ableiten läßt, ... woher kommt
das?

mich verlangt es nach schmerz. angst macht die haut
fühllos. ich will das das aufhört. es wäre das erste mal,
das ich aus diesem grunde geschnitten hätte. oder gegen
eine wand geschlagen.
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guten tag,
ich dachte, das könnte für Sie interessant sein. ich war
mit meinem vorgesetzten beim arbeitsamt und die oben
beschirebene sache fand statt, als wir nach dem
arbeitsamtsbesuch vor dem amt standen und das gespräch mit
dem berater auswerteten.
das empfinden, den anderen küssen zu müssen, als sei es
eine angewohnheit, überkommt mich oft wenn mir jemand
physisch so nahe kommt. es ist, als habe er das recht
darauf von mir verwöhnt zu werden da er mir zuvor gutes
getan hat.ich möchte hinzufügen, daß mein vorgesetzter ein
korrekter mensch ist und die beschriebenen gedanken nur in
meinem kopf waren. er hat nichts versucht. die schilderung
ist ungenau, ich kann das nicht in adäquate worte fassen.
machen Sie sich keine sorgen.
grüße.