/me

2006-01-16 11:02:27 (UTC)

wortlos

Ich habe keine Worte für das, das mich quält. Dieser
verschlossene Mund ist das schlimmste. Nicht sagen zu
können, was los ist, als sei es verboten worden, als
existiere in mir ein Ozean voll von Worten an dessen Rand
ich nicht treten kann, ein kalter Keller, ein Raum,
ansonsten leer, in dem dieser eine erlösende Laut schwebt,
dessen Artikulierung mich befreien könnte.
Doch ist da keine Leere in mir, im Gegenteil ist da drin
alles dumpf und feucht und stinkend und drückend, dringt
der Schmerz wie durch betäubtes Fleisch zu mir.
Und ich kann nichts sehen, in all dem Grau und nichts hören
in dem wattigen Nebel.
Dieses Grau zehrt alles andere auf.
Ich bin eine spröde Hülle.