/me

2005-11-08 19:10:12 (UTC)

böses leben

wie es aussieht steht die welt noch und dreht sich und
dreht sich und dreht sich *blah*

das interview ist übersetzt und getippt und muß
sicherheitshalber ein weiteres mal durchgehört werden. der
artikel ist immernoch halbfertig, aber meine muse scheint
so langsam zurückzukehren.
GE würde ich gern interviewen.

was noch? ich bin vor einer woche in anfallsweise eßanfälle
verfallen. das ist schrecklich. wenn so ein anfall dräut
muß ich sehen, auf dem schnellsten wege in die küche zu
kommen, was bei der größe meiner wohnung keinerlei problem
darstellt, und etwas zu essen. ich beginne zu zittern
während ich das brötchen (...) schmiere. das ist neu.
ich denke das hat mit der jahreszeit zu tun. ich esse auch
viel mehr süßkram als sonst. und dabei bin ich nicht allzu
wählerisch. ich habe drei kilo zugenommen. da muß ich eines
meiner kurzsichtigen augen drauf haben. das linke am
besten, das sieht etwas besser als das rechte.

mein photoalbum steht kurz vor der 4tausendermarke.
erstaunlich. und einer hat ein bild geklaut und es in sein
album aufgenommen.

meine gefährtin sagte, sie finde es mutig, daß ich meine
arme ins i-net stelle. ich sehe das anders, denn man kennt
mich ja nicht. niemand würde mich IRL erkennen. und was ist
das? das ist gut so. ich stehe zu meiner anonymität. ich
bin bekennender anonymiker. *rlof*

meinen steuerberater muß ich anrufen. ja, ich habe sowas
und es tut nicht weh. der muß dem finanzamt mitteilen, daß
bei mir nix zu holen ist. nicht mal ein warmer händedruck
oder ein tröstendes wort oder sowas.

wenn doch schon freitag wäre. dann würde ich mir jetzt den
kopf dicht machen und damit das innerliche zittern nicht
spüren müssen und die traurigkeit und all das, was einen so
befällt.

in einem film hörte ich neulich einen gar nicht mal so
schlechten satz.
"Ich komme mir vor wie ein Hai, den man durch das Wasser
treibt, damit das Wasser seine Kiemen durchströmt."
dazu muß man wissen das haie ersticken wenn ihre kiemen
nicht durchströmt werden.
im gegensatz zu dem hai werde ich nicht mehr getrieben. ich
schwimme von selbst. es ist wie eine angewohnheit über die
man nicht nachdenkt. alle schwimmen, keiner weiß wieso,
niemand fragt, wozu das gut ist. man tut das eben. dabei
bin ich des schwimmens so müde. ich würde gern ein wenig
ausruhen, mich auf den grund sinken lassen und für ein paar
minuten nicht atmen müssen.
da ist es wieder, dieses dunkle sehnen, die sirenen aus der
tiefe. wäre es nicht schön, einfach zu sinken, sich von
den wassern sanft in den langen schlaf wiegen zu lassen? zu
träumen vielleicht?
wenn man ihnen einmal zugehört hat, wird man das niemals
mehr los. warum sollte man auch? ihre stimmen sind soviel
sanfter als die des brüllenden lebens, das niemals
innehält, das immer nur drängt und hetzt und strebt, ohne
sinn. wozu sollte ich mich diesem wahnsinn anschließen? ich
habe keinen sinn, hatte ich nie, was findet das leben denn
an mir, das es mich nicht gehen läßt?

vielleicht ist das leben gar nicht an mir interessiert. es
macht uns allen zu opfern, befriedigt seinen drang an uns
und wir erkennen nicht, wie verwerflich das ist, weil wir
es nicht anders kennen. weil es normal ist für uns,
mißbraucht zu werden.
nur manchmal entgleiten wir für wenige glückliche momente
seinen stählernen fängen und man lehrt uns später, wenn wir
das glück verloren haben, daß *wir* geirrt haben. das das,
was wir als schmerz wahrnehmen, das normale leben ist und
das, was normal ist, nicht falsch sein kann.