/me

2005-09-16 16:19:13 (UTC)

BRDDR

am BTZ gibt es verschiedene angebote, so nehme ich
dienstags am bewerbungstraining teil (bei dem
bewerbungssituationen gespielt und auf video festegehalten
werden um danach analysiert zu werden), donnerstags nehme
ich am rollenspiel teil (bei dem schwierige
arbeitssituationen nachgestellt, auf video festgehalten und
analysiert werden). diese beiden angebote empfinde ich als
sinnvoll, lehr- und hilfreich, bei beiden habe ich mich
freiwillig angemeldet.

freitags gibt es die "Freitagsgruppe", die teilnahme ist
pflicht. die freitagsgruppe versammelt alle teilnehmer
eines arbeistbereiches in einem raum, sie dient der
bekanntgabe von bekanntmachungen und der "Highlight -
Lowlight"-runde, in der jeder erzählen soll, wie die woche
gewesen ist, wie er sich fühlt etc. damit habe ich probleme
und sitze eigentlich nur da und sage kaum etwas. andere
nutzen das sich bietende forum mit großer begeisterung und
mehr oder minder ausschweifend.

da ich mich seit gestern irgendwie unwohl und verspannt
fühlte, die gelenke taten mir weh (rheuma? gicht?) und ich
war mental erschöpft (und angepißt wegen des gespräches mit
meiner arbeitspädagogin. darin ging es um "Sie treten für
Ihre Anliegen nicht ein." [was mir nun niemand mehr
vorhalten kann] diese gespräche finden wöchentlich im
wechsel mit den gesprächen mit meiner sozialpädagogin
statt) und entschied gestern abend, daß ich an der
freitagsgruppe heute nicht teilnehmen werde. also ging ich
zu meiner arbeitspädagogin und sagte ihr "Ich werde an der
Freitagsgruppe heute nicht teilnehmen."
das mißfiel ihr und schon befanden wir uns in einer
diskussion darüber, daß die teilnehmer an der gruppe
teinehmen müssen und die sozialpädagogen und
arbeitspädagogen über die freistellung von der teilnamhe
entscheiden. was mir nicht einleuchtete, weil im grunde
keine möglichkeiten existieren, mich zur teilnahme zu
zwingen. man kann mir zwar sagen, daß ich teilnehmen soll,
aber ob ich dort hin gehe und den raum betrete, liegt in
meiner entscheidung.
schließlich kam raus, daß meiner arbeitspädagogin die form,
in der ich meine mitteilung gemacht habe, mißfallen hat.
sie sagte sowas wie "Diplomatisches Vorgehen ist besser."
und ich solle meinen vorgesetzten in knntniss setzen, denn
wenn er mich sähe wie ich zur zeit der freitagsgruppe an
meinem arbeitsplatz sitze, statt mit den anderen
teilnehmern meine gefühle zu teilen (*würg*) könnte es
passieren, das ich mir "einen Anschiß" weghole.

mein gedanke dazu, der mir beihnahe rausgerutscht wäre, den
ich aus diplomatischen gründen unterdrückte, um die
situation nicht noch weiter zu eskalieren, war, "Was glaubt
der Mann denn, wie groß seine Autorität in meinen Augen ist
oder wie wichtig er für mich ist, daß mir ein Anschiß von
ihm etwas ausmachen würde?"

fazit: es ging mitnichten um meine teilnahme an der
veranstaltung, sondern um mein verhalten, daß deren
autorität untergraben hat.

je länger ich darüber nachdenke, desto absurder und
belustigender finde ich den vorfall, der, als er passierte,
mich vollkommen ins schwimmen brachte, ich war 15 jahre alt
und gleichzeitig erwachsen und hilflos und trotzig und
verwirrt, weil ich nicht mehr klar denken konnte. je länger
ich darüber nachdenke, desto häufiger verlockt es mich, am
montag ( am montag habe ich wieder ein gespräch mit meiner
arbeitspädagogin), im anschluß an das gespräch mit meiner
arbeitspädagogin zu sagen "Ich gehe jetzt nach Hause.".
und warum? weil ich es kann, weil mir deren aufgeblasenes
verhalten soviele reibungspunkte bietet, mir förmlich
aufdrängt. all die sachen und arbeiten, die soooooooooo
wichtig sind, all die listen und berichte die ich abgeben
muß und für die niemand sich interessiert, wenn ich sie
nicht abgebe. (wie wichtig können die dann also sein?)
bezeichnend war, als ich meiner qabreitpädagogin als
begründung für mein frenbleiben von der gruppe
"Selbstfürsorge" nannte und uns beiden klar war, das es nur
auf das richtige wort ankommt, nicht aber darauf, ob diese
begründung der wahrheit enstpricht. es muß in einem bericht
gut aussehen. das ist alles.
das ist schlimmer als in der zone mit den
pioniernachmittagen und wandzeitungen und der FDJ und der
DSF und der GST und all dem schwachsinn. wenigstens wußten
die beteiligten damals, daß es schwachsinn ist. heute läuft
dasselbe in grün. nur wird es von viel mehr menschen
ernstgenommen.

außerdem geht mir diese bloodplaysache nicht aus dem kopf.
wie lautet das wort? besessenheit.