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2005-04-19 18:20:51 (UTC)

eigenverantwortung (imperativ)

nach längerem überlegen habe ich mich entschlossen, dem
ansinnen meiner psychosozialen zu entsprechen und einem
treffen unter sechs augen zuzustimmen. dann werden th, die
psychosoziale und ich zusammensitzen und werden festlegen,
welche themen in die hände der psychosozialen und welche in
th's hände gehören. zudem bietet sich dabei die
gelegenheit, sich gegenseitig besser kennenzulernen, was im
hinblick auf eine größere offenheit meinerseits sicherlich
sinnvoll ist. ich soll (und will) was an meinem mißtrauen
ändern, es vermindern. und das ist eine gute gelegenheit
dazu. ich denke, die psychosoziale wird dadurch auch
hinsichtlich der suizidalität entlastet (th sagte gestern
in diesem zusammenhang, ich solle der psychosozialen sagen,
es gebe menschen, denen ich vertraue und an die ich wenden
könne, wenn es mir schlecht ginge, ich solle die
psychosoztiale entlasten). als die psychosoziale mir heute
deutlich machte, das sie dieses thema auf jeden fall im
rehaverlaufsgespräch anschneiden würde (ist das ein
wortspiel, oder was?!), wirkte sie trotzig ud hatte ein
dunkelrotes gesicht und ich hatte den eindruck, daß es ihr
sehr wichtig und ernst und ihre entschlossenheit in diesem
punkt unangreifbar ist.

die psychosoziale hat für die nächsten stunden unter
anderem vorgeschlagen (_sie_ schlug vor, weil mir nichts
einfiel) , daß wir uns damit befassen, wie ich auf andere
wirke. das zu erfahren bin ich sehr gespannt. weitere
themen sind smalltalk und *hab ich vergessen*.
als sie sagte, daß das thema suizidalität in th's hände
gehört und dort sicherlich besprochen würde, klang das wie
eine frage. etwa ?Sie besprechen das doch mit Ihrer
Therapeutin? Dann wäre ich nämlich abgesichert, falls Sie
sich etwas antun.? sie äußerte auch sowas wie ?Wenn Sie
sich vor den Zug werfen, kann ich sagen, daß Sie dieses
Thema mit Ihrer Therapeutin _und nicht mit mir_
besprechen.?
ich finde, die therapeuten müssen lernen, die verantwortung
nur für die dinge zu übernehmen, für die sie tatsächlich
verantwortlich sind, und nicht noch für die, für die sie
sich verantwortlich fühlen wollen. außerdem muß die
psychosoziale lernen, mir nicht bei jedem unwohlsein ihre
hilfe aufzudrängen und mir das gefühl zu vermitteln,
ausführlich begründen zu müssen, daß und weshalb diese
hilfe unötig ist, mich also wie ein kind zu behandeln,
dessen taten, ansichten und willen erstmal erkundet werden
müssen, um herausuzfinden, ob das kind sich der tragweite
und wirkung seiner entscheidungen tatsächlich bewußt ist,
oder ob es die entscheiodung aus einer laune heraus
getroffen hat. kinder läßt man dinge begründen, um dann die
begründung unter zuhilfenahme des (überlegenen) erwachsenen
geistes aueinandernehmen und widerlegen zu können. kinder
läßt man sowas begründen, weil man ihnen die
verantwortungsfähigkeit für ihre handlungen abspricht, weil
man sie nicht für voll nimmt, nicht für voll nehmen kann,
weil sie geistig noch nicht auf der höhe sind. ich merke
gerade, wie wütend mich das macht.
natürlich gibt es situationen in denen es mir schlecht,
doch dann ist nicht unbedingt therapeutische hilfe
erforderlich. ich sollte ihr sagen, daß ich expresis verbis
nach hilfe frage, wenn ich hilfe brauche. daß allein ich
darüber entscheide, wann es soweit ist. und nicht sie, nur
weil sie annimmt (auf welcher grundlage?) daß ich mir nicht
selbst helfen kann und auch dann, wenn meine wege, mittel
und methoden der selbsthilfe in ihren augen keine gnade
finden.
ich werde morgen versuchen, mir ihr darüber zu sprechen.
wenn es nur nicht immer den halben tag brauchen würde, bis
der aufruhr in meinem innere sich soweit gelegt hat, daß
ich halöbwegs klar denken kann.


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