/me

2005-04-19 13:36:01 (UTC)

prüfungsangst

gestern, am montag, ging ich morgens früh um achte zu
meinem rententräger. mein sachbearbeiter war krank, so daß
ich es mit einer frau zu tun hatte, die kaum einblick in
diesen fall hatte und die meine frage deshalb nicht
beantworten konnte. ich fragte sie, wieso der rententräger
erst in wallung geriet, als meine rehaschule sich meiner
sache annahm und sie sagte, vorschuß werde nur
ausnahmsweise gezahlt und das bei mir die sache ja
einleuchtend gewesen wäre, da das arbeitsamt am
monatsbeginn und der rententräger am monatsende zahlt. und
aufgrund dieser einleuchtenden lücke, gebe es den vorschuß.
ich habe keine weiteren fragen gestellt, denn
offensichtlich konnte ich mich der frau nicht verständlich
machen.

meine selbstpersönliche psychosoziale hat mir heute die
themen genannt, die sie im rehaverlaufsgespräch anprechen
will. unter anderem will sie das thema suizidalität
ansprechen. ich fragte sie, wieso sie das ansprechen wolle,
und sie sagte, ?weil ich es anprechen werde.? diese antwort
stellt mich nicht zufrieden und ich werde sie demnächst
nochmal fragen. ich hoffe, mich morgen dazu aufraffen zu
können.

ich komme mir wieder vorgeführt vor. mal sehen, wie ich
mich verhalten kann, damit ich etwas bewirke, um die
kontrolle über meine worte (über die in den gesprächen
geäußerte worte) zurückzubekommen oder zu behalten oder
sowas.
möglicherweise muß ich mich zurückhaltender äußern. die
selbstpersönliche will ebenfalls meinen zurückhaltenden
umgang was telephonnummern unter denen ich zu erreichen
sein könnte, angeht, ansprechen denn ich gab ihr weder
meine e-mailadresse, noch die telephonnummer meiner
gefährtin und ich unterließ es ebenso, die
schweigepflichtsentbindung zu unterschreiben. ich bot ihr
stattdessen an, daß sie mich fragen könne, wenn sie
informationen über mich haben wolle, und ich die dann
besorge würde, soweit es in meiner macht steht. bislang
wurde ich noch ichts diesbezügliches gefragt. (folglich
kann das ganze doch gar nicht dringend sein, oder?)
was daran problematisch sein soll, verstehe ich nicht. sie
haben meine telephonnummer, meine adresse, die namen und
adressen meiner ärzte. was wollen die noch? und wozu?
ich muß nochmal mit der frau reden. mir fallen die fragen
und schlauen sätze, die ich während eines solchen
gespräches stellen bzw. äußern sollte, immer erst stunden
später ein. in so einem gespräch ist so ein aufruhr in mir,
das ich faktisch keinen klaren gedanken fassen kann. ich
glaube, daß das eine art prüfungsangst ist. irgendwie
empfinde ich diese gespräche als ob es verhöre wären. ich
sage etwas, das wird gesammelt, ausgewertet, dann sitzen da
vier leute und geben ihre einschätzung dazu.

ich glaube, daß das sammeln von informationen unter der
prämisse steht, erstmal alle irgendwie verfügbaren infos zu
sammeln und hinterher herauszusuchen, was man davon
gebrauchen kann.
andererseits weiß ich, daß ich mich in sowas schnell
hbineinteigere und deshalbh werde ich erstma ein
räuchertäbchen anzünden und kaffee trinken und mich
beruhigen.