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2005-01-03 12:15:59 (UTC)

nachtrag


CRADLE OF FILTH, „Nymphatemine“
*erleuchtung*
kleinkinder sind nicht nur sehr leicht zu beschädigen, sie
_sind_ vor_ allem_ unberechenbar.
sie verfügen über keinerlei logisches verhalten. deshalb
fühle ich mich in ihrer gegenwart so unbehaglich.
betrunkene, kleinkinder und täter sind bedrohlich, weil sie
emotionsgesteuert sind.

meine gefährtin hat den selben hausarzt wie ich, psydoc.
und der ist versuchshalber wieder im dienst und erzählte,
er sei froh, daß sein sohn wieder lachen könne. der andere
arzt in de praxisgemeinschaft, habe ihn (psydoc) gemobbt
und psydoc sei darüber krank geworden.
was soll ich sagen? ICH HABE ES IMMER GWEUSST! jemand der
sich so auffällig viel zeit für seine mitmenschen nimmt hat
tieferliegende gründe. irgendwelche macken, die er über die
zuwendung an andere zu kompensieren versucht. stichworte
u.a. : helfende berufe, sozialarbeiter, therapeuten.
ich verspüre das bedürfnis, psydoc anzurufen und ihm trost
zu spenden, ihm zu sagen, er könne vorbeikommen, wenn er
reden wolle. etc. immerhin hat er mir geholfen in seiner
eiegnschaft als arzt und jetzt scheint er, in seiner
eigenschaft als mensch, angeschlagen zu sein. *am kopf
kratzt* ich wollte sowieso mal nach schlaftabletten fragen.
keine bennies, sondern andere. chloralhydrat
beispielsweise.

meine gefährtin war heute zweimal tapfer. sie war beim arzt
und sie hat ihren chef angerufen und um die beendigung
ihres arbeitsverhältnisses gebeten. ich fragte sie, ob wir
zur belohnung zum stöbern in eine buchhandlung gehen
sollten? sie sagte ja und daß sie auch noch in einem
perlenladen stöbern wolle. *bähhh!*
ich sagte ihr, da sie ja zweimal mutig war, könnte sie auch
zweimal stöbern.
hm. das klingt jetzt, als sei ich in der position oder als
strebte ich die position an, meiner gefährtin etwas
erlauben oder verbieten zu können. dazu stelle ich fest:
weder strebe ich diese position an, noch würde ich gefallen
an einer derartigen position haben, noch habe ich eine
solche position inne. das gespräch war in scherzhaftem ton
geführt worden.
ich dachte nur, zum zwecke der stärkung des
selbstwertgefühles sei es sinnvoll, mit belohnungen zu
arbeiten. die entscheidung, den job zu kündigen, kam von
ihr. ich würde niemals versuchen, meiner gefährtin eine
entscheidung aufzudrängen. denn egal, ob eine handlung oder
eine sache sich positiv oder negativ auf die eigene person
auswirkt, fühlt sie sich besser an, wenn die betroffene
person diese entscheidung selbst gefällt hat.
wir sind erbärmliche sklaven unserer emotionen, das ist
abstoßend und entwürdigend genug, man muß nicht noch
zusätzlich zu dieser beschämenden unterwerfung, unangenehme
gefühle erzeugen.