/me

2004-10-26 17:01:54 (UTC)

u.a. besuch bei arbeitsrehaanbieter

FIELDS OF THE NEPHILIM

damit die zwänge heute nicht allzu stark sein würden nahm
ich gestern eine TAVOR ein. ich war überrascht, wie mühelos
ich das Heute hinter mich bringen konnte. das angebot der
einrichtung für berufliche reha enstprach meinen
vorstellungen, tortzdem fühlte ich mich in diesem gebäude,
in dieser stadt sagenhaft unwohl. der typ der mir die
eirnichtung zeigte ließ mich nicht ohne eine bemerkung über
die sich stetig verschlechternde wirtschaftliche situation
von arbeitslosen gehen. und er sagte sowas wie „Wenn der
wirtschaftliche Druck groß genug ist, kommen Sie wieder
her.“ arsch!
ich werde versuchen, einen weiteren anbieter in augenschein
zu nehmen damit ich eine vergleichsmöglichkeit habe.
zugleich einen anbieter, der näher an meinem wohnort
lokalisiert, so daß ich mir wöchentliche heimfahrten
leisten kann, außerdem wird durch die ortsnähe die chance
auf eine vermittlung in einem betrieb in meiner nähe
verbessert.

ich bin durcheinander. und ich hatte wieder den eindruck,
diesen typen der mich herumgeführt hat, zu verwirren. das
gespräch endete ziemlich abrupt, brach einfach ab. liegt
das an mir? hat er erwartet, daß ich begeisterung zeige
oder sowas? ich habe ihm _gesagt_, daß das angebot der
einrichtung mir zusagt. keine ahnung, was los war. es sah
aus, als würde der blick des typen verlöschen, sein gesicht
schlief ein. seltsam. natürlich war ich aufgeregt und als
ich das gebäude betrat und der rezeptionistin sagte, daß
ich einen termin habe, mußte ich mich zweimal wiederholen
weil ich die worte vernuschele und die kontrolle über die
lautstärke meiner stimme zeitweilig verliere, wenn ich
aufgeregt bin und dann rede ich zu leise. was IMHO besser
ist, als zu laut zu sprechen. im gespräch mit diesem typen
setzte ich mich bequem auf den stuhl, weder saß ich vorn
auf der kante noch lümmelte ich mich hin, siondern ganz
normal, entspannt, meine hände lagen ruhig auf der
tischplatte, meine worte waren sauber artikuliert, ich
sprach vielleicht manchmal etwas zu schnell, aber das ist
normal, denke ich. und trotzdem... oder liegt es an mir,
wenn ich den eindruck habe, die gespräche stürben
mittendrin ab?
ich lächele, ich sehe meinem gegenüber oft in die augen,
sitze entspannt, bohre weder in der nase noch in den ohren,
ich gehe auf die worte meines gegenübers ein und
trotzdem...
vielleicht sollte ich ein wenig konfetti einstecken, u es
zu werfen, um freude und begeisterung auszudrücke? und wenn
die begeisterung vorbei ist, stehe ich auf, bücke mich und
drehe das konfetti um, auf die rückseite. stimmungswechsel,
konfetti umdrehem.

der typ zeigte mir sogar die unterbringung der
rehabilitanden, wies auf’s fenster und sagte „Die Zimmer
liegen alle in Richtung des Waldes.“ was er als „Wald“
bezeichnete, waren drei reihen blätterloser bäume.

fazit:
1. angebot und bedürfnis sind nahezu deckungsgleich. es
gibt eine rundumversorgung die vom test auf tauglichkeit
bis zur vermittlung in eine ausbildung, einen job oder eine
weiterbildungsmaßnahme reicht.

2. ich fühlte mich derart unwohl dort (wenn mein unwohlsein
irgendeine bedeutung, ein gewicht hat) , daß ich einen
zweiten anbieter aufsuchen werde.


erfreuliches:
meine gefährtin ist aus london zurück und hat sandwiches
mitgebracht. der dicke stinker und ich kamen überein, daß
fettreduzierte nahrung für uns ungeeignet ist weil wir eine
fettreduktion nicht nötig haben und sowas auch nicht
schmeckt. hingegen waren die sandwiches mit hühnchen und
mayonnaise usw. wohlschmeckend und äußerst bekömmlich.
*schmatzt*
und sie hat mir zwei skelette aus bronze mitgebracht, etwa
5 cm lang. die hängen neben der uhr im flur, eines neben
der 3 und das andere neben der 9. über der 12 klebt ein
etwa eigroßer schädel und unter der 6 ein schädel von
ALCHEMY GOTHIC (nein, den habe ich nicht gekauft. den fand
ich irgendwo. wer kauft schon bei ALCHEMY?! peinlich!) der
etwa die größe einer zwei-euro-münze hat. darunter hängen
getrocknete rote rosen in der form eine Y, mit über die
mitte herausgehender gerade, also ein Y mit strich in der
mitte.
und darunter liegen, auf einem altar mit entweihten
hostien, die verwesenden reste geschändeter meerschweinchen
und der enthäutete kadaver von BAMBI. BAMBI hat zum sterben
vier tage gebraucht.
so, genug gescherzt. (konfetti umdrehen!)

anderes:
als meine gefährtin in london weilte, bin ich beinahe
ausgerastet. den spiegel, der neben dem schreibtisch steht,
habe ich mit der faust zerschlagen. ich mußte irgendwas
zerschlagen sonst wäre ich geplatzt oder .... keine ahnung.
mir fehlt da die erfahrung weil ich selten so entgleist
war.
auch wenn das im i-net anders oder milder wirkt, auch wenn
es für mich problematisch ist, zu schreien, bedeutet das
mitnichten, daß ich unfähig zu physischer gewalt wäre.
vielleicht, weil ich nicht schreie und sich dann alles
aufstaut. das kann ganz plötzlich kommen, das kann so
überraschend geschehen, daß meine gesichtszüge keine zeit
haben, von einem lächeln in eine bösartige grimasse zu
wechseln.
ich bin dann selbst überrascht und sehe meine faust
beispielsweise umgeben von spiegelscherben, bevor ich
realisiere, daß ich in den spiegel hineingeboxt habe.
es ist ein stück herausgebrochen das wie ein „D“ aussieht.
und die befestigungsstangen (verliefen vordem quer über die
rückseite des glases und hielten es fest) sind dabei
herausgebrochen.
irgendwie ist der schalter kaputt, was das angeht