/me

2004-09-20 22:37:47 (UTC)

nights are gloomy

von draußen rennt der herbststurm gegen meine fenster an.
meine stirn ist seit tagen sowas von fettig. ich habe
festgestellt, daß meine haare schneller fetten wenn ich
traurig bin.
cocktail: 25mg Atosil, 1 mg Tavor, 100mg Doxepin, 1
Bitburger (nein, das ist nix zum essen, obwohl es ~burger
heißt, bitburger ist ein scheußliches bier)
warum? weil ich es kann und weil es mir heute mal egal ist.
es sind zwei leben. eines, mit meiner gefährtin zusammen
und ein anderes das im dunkeln dräut und wächst. ein
nachtschattenleben, wenn es sowas gibt.
gestern sah ich den film „Bringing out the dead“ und der
war so sumpfig, als hätte Bukowsky das drehbuch
geschrieben. also gabs gestern 3 Warsteiner.
heute habe ich beinahe den ganzen tag Nirvana gehört und an
einem postkartenstand sah ich eine karte mit folgendem
aufdruck : „Lieber 10 Jahre Löwe sei, als 100 Jahre Schaf“
also bitte, Janis Joplin starb nach einem erfüllten leben
als sie so um die 30 jahre alt war.
häufiger als meine umwelt annimmt, denke ich darüber nach,
meine gefährtin zu verlassen, damit ich es, das leben,
schneller hinter mich bringen kann.
all das gefasel von verantwortung und feigheit vor dem
leben. ist doch käse und kann nur von solchen vertreten
werden, die glauben, daß sie ewiges leben haben. auch wenn
sie’s nicht zugeben und rational verneinen. tief in ihnen
ist der glaube an ewiges leben. irrational wie gott und
doch stark geglaubt.
ich gehe schlafen, lese noch ein paar seiten von Lovecrafts
geschichten. manchmal ist es ein verlust, wenn ein mensch
stirbt. Lovecraft zum beispiel.

Fuck you, dear reader.
[? live]