/me

2004-09-06 22:38:54 (UTC)

stille

manchmal fühle ich mein weggehen so nah. dann verabschiede
ich mich von der katze, der wohnung, denke an meine
gefährtin, weiß wie sie leiden würde und das sie mich doch
verstehen würde. dann ist es schwer, sitzen zu bleiben
statt in die küche zu gehen und ins parkettzimmer zu dem
kleinen koffer und zurück zur schwarzen kiste mit dem
skalpell drin, das ich benötige, um ein behältnis
aufzubrechen in welchem sich ein paar zusätzliche pillen
befinden. natürlich habe ich den rotwein gestern schon
getrunken, irgendwie schade. er hätte so gut gepaßt. aber
man kann ja nicht alles haben. ich hatte vieles, auch
einiges, das nicht bedauerlich war. einiges war mit
sicherheit auch schön.
ich spüre, das die zeit gekommen ist und es fühlt sich warm
und richtig an.
wer sagt da eigentlich immer, ich solle auf meine gefühle
hören und sie achten?! na? wer ist denn das?!
heute wäre ein guter tag zu sterben, heute wäre es passend.
nun, ein bißchen vielleicht. mal sehen, was dieser körper
aushalten kann. nur ein bißchen mehr, einen schritt weiter.
ich bin beinahe sicher, daß wir uns wiedersehen.