/me

2004-08-16 09:18:43 (UTC)

weinerlich

ich weiß, daß ich etwas tun müßte und kann mich doch nicht
aufraffen. mich um meine schreibe kümmern, vielleicht eine
literaturwerkstatt anrufen und nachfragen, was die so
anbieten, zum arbeitsamt gehen und mich über stellen
informieren. ich kann das nicht. mein herz schlägt als
wolle es aus der brust herausspringen. ich habe angst und
sie hat keinen grund. ich habe angst, raus zu gehen, angst,
untätig zu bleiben, angst, etwas zu unternehmen. am
liebsten wäre mir, wenn ich von zu hause aus mit meiner
schreibe meinen lebensunterhalt sichern könnte.
meine gefährtin kam gestern nacht unvereinbart nach einem
kneipenbesuch zu mir. ihr atem roch nach akl und sie war
zwar nicht näher als üblich an mir dran aber doch viel zu
nah. mich ekelte (??) der gestank nach alk, ich fürchtete,
ihre aufgedrehte stimmung könne unkontrollierbar werden und
in ungute gefilde umschlagen. ich fürchtete, sie würde sex
haben wollen.
bis auf einzelne momente bin ich nicht in der welt. ich bin
müde von der müdigkeit, von der angst, von der traurigkeit.
ich bin – was?
th. sagte, es würde mir helfen wenn ich aufhörte,
empfindungen und gefühle zu „rationalisieren und zu
intellektualisieren“. ich möchte schneiden, denn das ist
emotional.
die wohnung sieht aus wie sau, irgendwelche flüssigkeiten
schimmel vor sich hin, irgendeine suppe, denke ich.
~~
so, nun habe ich zwischendrin in der literatuirwerkstatt
angerufen. die chefin ist im urlaub. das stört mein
belohnungssystem. auf eine handlung muß sofort die
belohnung folgen, andernfalls ist es frustrierend. am
fünfundzwanzigsten oder sechsundzwanzigsten august ist sie
wieder da.
~~
mir ist, als würde ich schreien und niemand wäre da, der
mich hört oder sieht. nichts von dem das ich sage ioder tue
erzeugt ein echo. vielleicht bilde ich mir meine probleme
nur ein.
da ist niemand, der mir nahe kommt, kommen kann, kommen
wird. niemand.

weinerlichkeit ist so ätzend!