Harlequin

Lieben-Leiden-Leben
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2004-06-14 10:53:27 (UTC)

Rückblick 2001/2002

Hui, ist mein letzter richtiger Eintrag lange her, bis heute
haben sich manche Sachen gravierend geändert. Ich probiere
mal alles so zusammenzufassen wie ich es in Erinnerung habe.

Als ich mit Maria zusammenkam war alles in Ordnung, das
sollte nicht so bleiben. Nach etwa 4 Wochen erzählte sie mir
das sie in unserer 2ten Woche mit irgendeinem Typen
rumgeknutscht hätte, wer konnte auch wissen das die
Beziehung sooo lange hält? Vertrauensbruch für mich. Wir
feierten Weihnachten bei mir, wie immer gab es das totale
Chaos bei uns, meine Eltern stritten sich, meine Geschwister
ebenso, nunja. Maria fuhr öfters mal zu einer Freundin einen
Ort weiter. Der Sommer war schön heiß, wir waren schwimmen
und lagen in ihrem (Dach)zimmer und dösten teils den ganzen
Tag vor uns hin. Dazu gab es Schillers neues Album
"Weltreise". Irgendwie weiß ich sonst nicht mehr viel von
diesem Jahr, es geschah nichts Weltbewegendes außer das ich
viel Zeit mit ihr (und meinem PC) verbachte. Der
Freundeskreis fing an sich nach und nach zu verflüchtigen.
Gegen Ende des Jahres ging es meinem Vater schlechter, bei
ihm wurde kurz darauf Lungenkrebs diagnostiziert. Maria
gestand mir das sie anstatt zu ihre Freundin gefahren zu
sein immer und immer wieder zu ihrem Ex gefahren zu sein und
auch X mal mit ihm geschlafen hätte. Das war zuviel.

Zuviel ist aber nicht genug, oder so. Und so kamen wir
wieder zusammen, sie versprach nichts mehr in der Richtung
zu machen, das Vertrauen zu ihr war trotzdem im Eimer. Ich
arbeitete mittlerweile als Verkäufer (Aushilfsweise) und
hatte endlich ein wenig mehr Geld zur Verfügung.

Meinem Vater ging es schlechter, er bekam eine
Chemotherapie, seine Haare fielen aus und er wurde immer
schwächer und dünner. Später erkannte er uns teilweise nicht
mehr und fantasierte, zu dieser Zeit war ich so gut wie gar
nicht mehr Zuhause weil ich es dort nicht mehr ausgehalten
habe. Ich konnte nicht helfen. Mein Vater wurde am 1. August
2002 wieder ins Krankenhaus eingewiesen, als mich meine
Mutter am 2. August mittags von der Arbeit abholte erkannte
ich an ihrem Gesicht bereits was geschehen war, mein Vater
war gestorben. Ich arbeitete eine viertel Stunde weiter weil
meine Ablösung nicht auftauchte, diese Minuten kamen mir wie
Stunden vor, ich registrierte kaum was passierte und dachte
nach, ich weinte nicht, ich würde auch nicht weinen.

Was folgte waren die "Pflichten" des ältesten Sohnes wenn
die Eltern geschieden waren und meine Mutter also nicht mehr
zu sagen hatte. Das soll heißen das ich zum
Beerdigungsinstitut gehen durfte, ich mußte Verwandte
anrufen und es ihnen Beibringen wobei mein Onkel (dieser
Hurenbock) schon fleißig dabei war und wut gegen mich
schürte, aber woher soll ich wissen wen ich alles anrufen
muss? Ich hatte von vielen Menschen die meinen Vater kannte
überhaupt keine Ahnung zudem hatte sich dieses Arschloch
auch vorher einen Dreck um seinen angeblichen Bruder
gekümmert (mein Onkel war nur adoptiert) und nun war er
wieder voll da. Er pfuschte in die Beerdigung (auf einmal
waren Termine von 15 Uhr auf 10Uhr morgens gerutscht) ohne
das ich auch nur einmal vom Beerdigungsinstitut gefragt
wurde (sehr fragwürdig). Die Beerdigung fand in seinem
"Heimatort" statt, war sogar recht gut Besucht, mein Onkel
würdigte mich keines Blickes. Der Pfarrer war in Ordnung,
das Orgelgedröhns klang wie in einem schlechten Horrorfilm,
der Mann hötte eigentlich keine Bezahlung verdient. Mein
Bruder weinte, meine Schwester auch, nur ich nicht. Ich
hatte keinen Grund, dieser Mann hat mich als Kind X mal
geschlagen, auch meine Mutter, getrunken wie ein Loch, wie
gesagt, kein Grund ihn zu beweinen. Maria war auch dabei.
Das Jahr ging langsam zuende, gegen Weihnachten (was wir
diesmal bei ihr feierten) lernte ich ihre Schwester sowie
ihren Leiblichen Vater kennen, ein Netter Mensch. Ein
Überblick zu 2003/2004 kommt im nächsten Teil (sofern ich
nicht wieder 3 Jahre Pause machen sollte was ich nicht vorhabe).


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