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2004-05-24 14:36:45 (UTC)

entscheidung getroffen

ok. ich habe entschieden. nachdem ich den schlaf, der mir
vergangene nacht durch die „unklaren cephalgien“ geraubt
wurde, nachgeholt habe und mit erschrecken feststellte, wie
schlecht ich mich fühle, wenn ich mich mitten am hellichten
tage hinlegen und schlafen kann, weil ich nicht noch fetter
werden und mir nicht wieder jeden morgen die frage „was
mache ich mit dem tag?“ stellen will, habe ich entschieden,
das praktikum ab morgen wieder aufzunehmen. das praktikum
hat keinen praktischen nutzen, kostet geld das ich nicht
habe, aber es stabilisiert (etabliert?) mein
selbstwertgefühl. und ganz vielleicht traue ich mich
irgendwann einmal, einen der chefs nach einer bezahlung zu
fragen. muß ja nicht viel sein. nur so 200 euro, 300 wären
noch besser.
die fahrkarte ist bereits gekauft.
*das* ist weglaufen, *das* ist vermeiden, denn solange die
tätigkeit mich derart kaputt in den schlaf sinken läßt wie
sie es in der vergangenheit tat, komme ich nur sehr selten
dazu, über meine situation nachzudenken, die alles andere
als erfreulich ist. wenn ich die tonart der frage des chefs
mit dem ich im biergarten saß, richtig deute „Wie lange
machst du das?“ , dann hat er nichts dagegen, meine zeit zu
verlängern. was ich zwar nicht verstehe weil ich nur
hilfsjobs mache, und die auch noch in eher zweitklassiger
qualität, aber bitte, dann sehe ich das eben als eine art
therapie an. auseinandersetzung mit der wirklichkeit.
irgendwann sollte ich das ich ja mal lernen. und weil ich
heute noch quasi frei habe, kann ich auch noch ein wenig
herumschwallen.

bei ändern der templates ist mir eufgefallen, daß vor einem
schwarzen hintergrund, die meisten anderen farben eine viel
größere leuchtkraft besitzen. vielleicht sind die
änderungen am template eine metapher über mein leben?
dunkler hintergrund, hellere schriftfarbe und eine
schrifttyp, der leicht lesbar ist (bzw. sein soll), damit,
was ich sage, leicht wahrgenommen werden kann. zudem gibt
es viele einträge von mir. was sagt das aus? vielleicht
habe ich das bedürfnis, mich mitzuteilen, dabei möglich
dramatisch zu sein, um möglichst oft wahrgenommen zu werden
(= das verlangen nach so viel aufmerksamkeit wie möglich).
da fällt mir die frage aus dem personality-disorder-test
von www.4degreez.com/misc/personality_disorder_test.mv ein,
die da lautet „do you always feel the need to have a story
to tell?“ oder so ähnlich. *zyn*also bitte! nehmt mich
wahr! bewundert meine leuchtkraft! mein sprachvermögen!
meine intelligenz! leidet mit mir an was-auch-immer! */zyn*
woher kommt das? ist es nicht beschämend? irgendwo habe ich
gelesen, daß es in leitungspositionen weniger auf die
qualität als viel mehr auf die quantität des gesagten
ankommt. wer also viel redet, will vielleicht chef sein und
herrschen, beherrschen, situiationen kontrollieren damit
sie nicht entgleisen. wieso sollte jemand das so dringend
und unbedingt wollen? was würde geschehen, wenn eine
situation (welche?) ihm entglitte? wovor hat er soviel
angst? was fürchtet er am meisten? und warum? was kann man
fürchten? man fürchtet dinge entweder, weil man sie kennt
und sie unagenehm sind oder weil man sie eben nicht kennt
und unangenehmes unterstellt. wieso unterstellt man von
vornherein unangenehmes, wo man doch mit derselben
berechtigung angenehmes unterstellen könnte? was war zuerst
da, die henne oder das ei? (ich weiß es, die henne, denn
irgendwann hat ein saurier ein ei gelegt aus dem die henne
schlüpfte.) fragen über fragen und kein ende in sicht.

ich habe in der schmiede angerufen und gesagt, daß ich
morgen wieder arbeiten komme. ich hielt diesen anruf für
angebracht, weil ich gestern abend anrief und sagte, ich
würde heute zum arzt gehen. eigentlich habe ich eben
angerufen um zu verhindern, das ich morgen zu hause bleibe.
erwähnte ich schon das der lärm in der werkstatt meinen
tinnitus verstärkt? bestimmt erwähnte ich das bereits, denn
der profit des leidens ist die aufmerksamkeit. den erntet
man, gleichgültig ob man ihn will oder nicht. gegen das
interesse der mitmenschen ist kein kraut gewachsen. als ich
heute in der apotheke der eltern mkeiner gefährtin zum
ertsten mal eines meiner rezepte einlöste, schien ihr vater
sich zu freuen. *rises eyebrow* er berechnet mir weder
rezeptgebühr, noch den EK der pillen. meistens ist mir das
unangenehm. allerdings bin ich eigentlich deswegen in seine
apotheke gegangen. deswegen und um mein vertrauen zu
zeigen, was er natürlich nicht wissen kann, weil er keine
ahnung hat, wie kompliziert und verworren die vorgänge in
meinem schadhaften hirn sind. es reicht, wenn ich das weiß
und mich damit herumplage. kann es sein, das er sich
freute, mich zu sehen? kann es möglich sein, daß jemand
sich über mich freut, weil er mir positive empfindungen
entgegenbringen kann bzw. entgegenbringt? doch warum
durchschaut er mich nicht? über 30 jahre alt, ohne job,
ohne hoffnung auf eine angenehme zukunft, kann nichts, weiß
nichts, kommt nicht zurecht. wie kann man so eine unperson
mögen? ihr höflich entgegenzutreten kann ich
nachvollziehen, immerhin ist seine tochter mit mir zusammen
und schon um der tochter willen ist es für ihn, den vater,
notwendig, nett zu mir zu sein, um zu vermeiden, daß er die
eigene tochter verletzt. soll heißen, er ist nett zu mir
damit er seine tochter nicht kränkt, denn mich abzulehnen
hieße, die wahl der tochter in frage zu stellen, die
tochter selbst in frage zu stellen und womöglich
abzulehnen. da er seine tochter aber *zitter* liebt , wird
er sie vor kränkungen zu bewahren versuchen.
ja, ich weiß. meine gefährtin würde mir solche ausführungen
um die ohren hauen. da sie ihren vater aber idealisiert
(liebt), hat sie gar keine andere möglichkeit, wenn sie das
bild eines sie leibenden vaters aufrecht erhalten will. was
sie muß, denn ihre welt würde aus den fugen geraten, wenn
ihr vater sie nicht liebte.
*laber* so ist das mit den menschen. seltsame tiere sind
sie.


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