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2004-05-20 09:55:26 (UTC)

schwarz oder weiß

an manchen tagen, empfinde ich mich als versager. absolut.
an anderen gibt es nichts, das ich nicht kann. absolut.
diese empinden kann ebenso von einer minute zur anderen
wecheseln. ich glaube, grundsätzlich bin ich ungeeignet für
handwerkliche berufe da ich ich mich nicht in das denken
eines handwerkers hineinfinden kann. in das eines
metallbauers schon gar nicht. ich verstehe die technischen
nicht, habe keinen schimmer von stromstärke, spannung,
widerstand usw, von den dingen also, die wichtig sind wenn
man schweißen will. ich schaffe es nicht, mich am
arbeitsplatz zu intergrieren weil ich die menschen dort
nicht verstehe. ich komme nicht damit zurecht, in der
schmiede zu sein aber nichts zu tun zu haben. die besten
tage sind die, an denen ich viel arbeite, mich also der
situation „arbeitsplatz“ angemessen verhalte. die unordnung
in der schmiede läßt mich jeden tag beinahe aus der haut
fahren und es kostet mich große anstrengungen, die leute
dort nicht anzuschreien. denn es gibt zwar beschriftete
schränke und stammplätze für verschiedene werkzeuge, aber
niemanden, der diese ordnung einhält, was in endeffekt
bedeutet, ich muß jedes werkzeug in der gesamten werkstatt
suchen. jedes werkzeug, jedes mal. wenn ich beispielsweise
irgendwelche bohrungen anbringen soll, suche ich zuerst den
richtigen bohrer, um den zu finden, brauche ich einen
meßschieber, den ich auche erst suchen muß, wenn der nicht
in das bohrfutter paßt, suche ich den maschinenschlüssel
bzw. das passende bohfutter, danach suche ich den passenden
schraubstock, das ölkännchen, den mauilschlüssel für die
haltevorrichtung für den schraubstock, dann einen lappen um
das öl wieder wegwischen zu können. danach suche ich den
zweiten bohrer, einen senker um den grat zu entfernen (und
das passende bohrfutter) usw. jedesmal die gesamte
werkstatt.
wenn dort ordnung herrschen würde, würde das die produktion
schlagartig um 30% bis 50% erhöhen.
und da ICH es bin, der sucht und da ICH es bin, der nicht
fünig wird, gerät das in meinem fühlen zu einer
katastrophe. denn ich bin dort um zu arbeiten und nicht, um
erfolglos zu suchen und immer wieder irgendwen anderes zu
fragen, wo das eine oder andere werkzeug ist, als käme ich
allein nicht zurecht oder sei unfähig, selbst zu suchen.
ich weiß nicht, oh die anderen ähnliche probleme haben,
vermutlich kommen die aber glänzend zurecht, denn die sehe
ich weit weniger häufig suchend durch die werkstatt laufen.
gestern nun, habe ich mit einer flex bearbeitet. das ist
eine art DREMEL, nur größer. und später habe ich mit der
flex für die erwachsenen garbeitet. die ist noch größer. am
nachmitag hat einer der chefs mich zur montage eines
feuerverzinkten geländers mitgenommen. danach gingen wir in
einen biergarten um den feierabend mit ein parr kühlen
getränken (er hatte bier und ich hatte cola) zu begrüßen.
er hielt mir einen vortrag über intergration und darüber,
daß man „verkrustete denkweisen und strukturen aufbrechen“
sollte. ich weß nicht, ob er mir damit etwas durch die
blume sagen wollte.
fazit: zu arbeiten ist angenehm, wenn es arbeit gibt,
vorgestern war ich drauf und dran ins büro zu gehen, und zu
sagen, sie sollten mich anrufen, wenn sie arbeit hätten und
bis dahin ginge ich nahc huase. ich bin abends erschöpft,
habe noch immer leichten muskelkater. in der werkstatt esse
ich nicht und auch abends spüre ich keinen hunger. ich esse
dann, weil man das eben so macht.
ich sollte häufiger ins tb schreiben, dann wären die
einträge genauer und würden schildern, was vor sich geht.
das praktikum war eine gute idee. es strafft die figur. ;-)


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