/me

2004-05-06 12:07:16 (UTC)

ergänzung

GHOSTING, „Lips like red“, Romantic Death“

während der vorbereitungen zur busfahrt, reagierte der
symptomträger mit schwindelgefühlen, verspannungen,
kopfschmerzen und atemlosigkeit, was ich aber gleich durch
das intensive kauen von kaugummi und das fluchtartige
verlassen der wohnung minderte. denn, wenn ich langsamer
bin als die angst, werde uich zum gefangenen der wohnung,
was ziemlich demütigend ist. während der busfahrt
verstärkten die muskeln des nackens, der ober- und der
unterarme, sowie die rücken- und die brustmuskulatur ihre
zu diesem zeitpunkt schon nicht geringe anspanung weiter,
was zur der kopfschmerzen führte, die bei jeder bewegung in
ein pulsieren übergingen. ich saß also still und versuchte,
mir die betroffenen partien bildhaft vorzustellen und sie
in diesem bild zu entspannen. der kopfschmerz war ein sehr
hübscher, feuerroter ball, den ich, wie ich das schon ein
paar male bei rückenschmerzen tat, in watte packte und in
ein kästchen legte. denn solche schmerzen mögen es nicht,
wenn sie ignoriert werden, sie sind wie kleine schreiende
kinder, die der aufnerksamkeit und fürsorge bedürfen. zwar
kann ich mich noch immer nicht schmerzfrei bücken weil der
schmerz sofort aus der linken nackenpartie in den bereich
über dem linken auge schießt, aber ich muß mich ja auch
nicht bücken. stattdessen stopfe ich mich mit GIOTTO voll
und spüle die italienische waffelspezialität mit neuer
rezeptur („Jetzt noch knuspriger!“) mit sechs oder sieben
tasse kaffee runter.
und nein, ich spüre weder triumph noch ein in dieser weise
deutbares gefühl darüber, dieses praktikum angeleiert zu
haben. vielleicht sollte ich sowas empfinden, vielleicht
würde jeder andere freude darüber empfinden. ich nicht und
ich vermisse es auch nicht. und das ist auch nichts, das
therapiert werden muß. ich komme damit zurecht. ich komme
damit viel besser zurecht, als ich mit überschießender
freude zurande käme.
so, und jetzt werde ich dem dicken stinker beim schnurren
zuhören.