/me

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2004-04-23 17:21:09 (UTC)

Non serviam!

am abend kommt die angst und die unruhe und der wunsch, zu
schneiden, das gefühl, versagt zu haben weil ich heute
nichts geschrieben habe. gut, das stimmt nicht ganz, ich
habe geschrieben und habe das geschriebene verworfen. mein
papierkorb würde überquellen wenn ich auf papier schreiben
würde.
die situation ist demütigend und niederschlagend. meine
gefährtin sagte, ich brauche mir keine vorwürfe zu machen
denn ich hätte getan was ich konnte. hm, wenn aber das was
ich kann, nicht ausreichend ist um das problem zu lösen,
ist das dann nicht niederschschmetternd? habe ich dann
nicht versagt, bin ich dann nicht unfähig und sind meine
kräfte dann nicht zu gering?

ich habe mich entschlossen, den kampf gegen meinen
rententräger nicht weiterzuführen, denn es ist ein einziges
re-agieren meinerseits. ich gebe denen das heft in die hand
und bin von deren entscheidungen abhängig, aurf die ich
dann re-agiere. mir ist klar, daß die sich nicht für mich
interessieren und sogar psydocs argument, die seien an mir
als beitragszahler interessiert, ist falsch. denen ist ein
einzelner beitragszahler egal, auch zwei oder hundert
beitragszahler. vielleicht sind hundert beitragszahler für
die institution Rententräger wichtig, aber dem einzelnen
sachbearbeiter sind sie gleichgültig, denn der interessiert
sich für die vorgaben seines chefs, für den eigenen
arbeitsplatz und also wird er versuchen, kosten zu sparen
statt aufzubegehren und seinem chef zu sagen, solches
verhalten verstoße gegen den eigentlichen auftrag des
rententrägers.
er ist an meiner befindlichkeit nur insofern interessiert,
als er sie in möglichkeiten zur ablehnung meines antrages
interpretieren kann. ich kann also wählen, meine
(begrenzten) energien in diesen kampf zu stecken oder den
kampf zu vermeiden und mein ziel , eine neue ausbildung,
auf anderem, weniger kraftzehrendem weg zu erreichen.
natürlich *kann* man mit dem kopf durch die wand gehen. man
kann aber auch die hintertür benutzen.
was ich damit sagen will ist *schwafel*: Viele Wege führen
nach Rom und ich muß ja nicht den schwersten nehmen und
mich bei vermeidbaren Kämpfen erschöpfen. meine
selbstachtung hängt nicht von sieg oder niederlage gegen
bürokratiemonster ab. mein ziel ist nicht,
bürokratiedrachen zu besiegen um mich prinzessin zu
befreien. meine selbstachtung hängt davon ab ob ich es
schaffe, mich von solchen behörden unabhängig zu machen,
also selbst für mich einzutreten.
das verharren in der beziehung zu vermeintlich mächtigeren
menschen, einrichtungen, ..., ist das erbe aus früher zeit,
als eine mächtigere macht als ich, über meine
befindlichkeit herrschte. motto: leg deine sorgen in die
hände deines vaters oder des staates und der wird es
richten. hat er auch, aber nicht nach meinen sondern nach
seinen vorstellungen. es kam das ergebnis raus, das „er“
erreichen konnte bzw. wollte und nicht das, das ich wollte.
das ducken vor großen und das abgeben von verantwortung an
jemand größeren ist das ergebnis einer erziehung die
darauf ausgerichtet war, opfer und untertanen zu erzeugen.
schlimm genug, das ich das erst mit 31 oder 32 jahren
begreife. beschämend.
so, und jetzt werde ich mir erstmal das skalpell ins
fleisch stoßen. oder doch nicht? hm, was spricht dagegen?
was dafür? unentschlossenheit ist etwas schreckliches.
*evilgrin*
kaffee!
MEHR! KAFFEE!


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