/me

2004-03-25 12:14:44 (UTC)

flachwichser

anruf bei meinem rententäger:

„[rententräger], Schürmann, guten Tag, was kann ich für Sie
tun?“
„Guten Tag, hier ist /me, Sie wollten mir am Dienstag einen
Brief schicken, der ist noch nicht angekommen“
„Das KANN NICHT SEIN, Sie haben NICHT MIT MIR GESPROCHEN“
(in diesem fall ließ mich mein namensgedächtnis
ausnahmsweise nicht im stich)
„Doch, Sie wollten den am Dienstag ....“
„Wie ist Ihr Name?“
„/me“
„[wiederholt den namen] ? UND DER VORNAME?“
„/me“
„[wiederholt meinen namen]“[andere stimme im hintergrund
die meinen namen laut wiederholt] „GING ES DA UM EINE
ZUSAGE?“
„Das weiß ich nicht, der Brief kam ja noch nicht an. Im
übrigen ist das schon der zweite Ihrer Briefe, der nicht an
kam.“
„SIE WOHNEN IN DER [straßenname]?“
„Ja.“
„Ja, jetzt erinnere ich mich. Hören Sie, Herr /me, ich habe
den Brief rausgeschickt. Ich würde da noch bis morgen
warten, der Postvertrieb hier ist manchmal schwierig.“
„Was macht denn den Postvertrieb so schwierig?“
„Ja, da kommt der Bote und holt das ab und dann geht das
erstmal ins Erdgeschoß und dann zur Post. Das kann schon
ein oder zwei Tage dauern. ... ... Das geht sogar über
[name der stadt in der die ärztekammer sitzt die üner
anträge entscheidet]. Das ist verrückt.“
„Mein Antrag war aber schon in [name der stadt, in der das
ärztegremium sitzt...], kam dann zurück zurück nach hier
und“
[schürmann unterbricht mich]
„HÖREN SIE, ICH HABE DEN BRIEF ABGESCHICKT !“

ende des telephonates

seltsam ist’s. der erste sachbearbeiter hieß Fuchs. der
sagte mir sachen wie #computer abgestürzt, # antrag ist bei
dem ärztegremium, # kollege bearbeitet den antrag gerade,
#bearbeiteter antrag liegt beim chef der ihn unterzeichnen
muß #bearbeiteter antrag wird rausgeschickt

schürmann sagt mir, der antrag würde über d. geschickt,
obwohl er doch in d. war und von dort bearbeitet nach hier
gesandt worden war. da mein rententräger eine niederlassung
hier im ort hat, wieso wird der antrag dann über d.
geschickt ?

ich komme mir verarscht vor. auch, wenn ich beamten- und
behördenlogik nicht verstehe. da bietet sich folgendes
bild: ich habe den antrag in, sagen wir hamburg, gestelt,
der wurde zur bearbeitung nach rostock geschickt, dort
bearbeitet und zurück nach hamburg geschickt. damit der
bearbeitete antrag mir, der ich in, sagen wir hamburg
wohne, zugeleitet werden kann, wird er wieder über rostock
geschickt.
ich bin sehr wütend über dieses vorgehen und denke an
benzinkanister und physische pein für die herren fuchs und
schürmann. ABER, da ich nett bin usw. werde ich diesen
flachwichser morgen anrufen und ihn anschreien, denn ich
glaube, ich finde allmählich gefallen an meiner stimmgewalt
die ich vermutlich von meinem vater geerbt habe.

... fogging into nightmare...