/me

2004-03-08 18:21:42 (UTC)

falsche erwartung

ich habe meine „werkzeuge“ umgeräumt. sie sind jetzt in
einer verschließbaren kiste. ansonsten bin ich heute wohl
unleidlich, meine gefährtin hat angerufen und eine minute
später den hörer aufgelegt ohne sich zu verabschieden. ob
sie heult kann ich nicht mit sicherheit sagen, jedoch steht
das zu vermuten. sie sagte sowas wie „Ich hatte gedacht, du
würdest sagen, daß du mich _gern_ sehen würdest.“ sie hatte
gefragt, ob wir uns heute sehen und ich habe „ja“ gesagt.
dann habe ich geschwiegen und sie hat keine fragen
gestellt, also was hätte ich sagen sollen? soviel
berichtenswertes geschieht nicht in meiner wohnung.
irgendwann dazwischen hat sie gefragt, ob ich etwas essen
wolle, die wolle kochen. da ich mich heute im profil im
spiegel gesehen habe, habe ich keinen hunger. mit meinen
fettreserven komme ich glatt zwei monate aus.
ich nehme folgendes an:
meine gefährtin hatte ein schlechten tag (tätigkeit
unbefriedigend, computerprobleme, sie raucht seit drei
tagen nicht mehr). sie hat ihre (grundlose) eifersucht vom
wochenende noch im bewußtsein sie ruft an um sich trösten
zu lassen (freilich ohne diesen zweck zu erwähnen) und
gerät an mich und meine unleidliche stimmung. die ablehnung
des essens deutet sie in eine ablehnung ihrer person um.

fazit:
sie sitzt weinend zu hause und stellt die beziehung in
frage, trinkt wein sofern sie welchen hat, schreibt
tagebuch und überlegt, ob sie sich verletzen sollte.

ursache:
ihre erwartungshaltung (tröstender zuspruch, aufheiterung,
bekundung von zuneigung) wurde enttäuscht und ich
habe ihr diese vermutung mitgeteilt.

lösungsmöglichkeiten: 1. ich rufe an und streichle sie
verbal. 2. ich warte ab, bis die sache sich von allein
erledigt. 3. es besteht eine dreißig prozentige chance, daß
sie mich anruft um darüber zu reden und sie die sache klärt.

entscheidung: ...