/me

2004-01-19 10:56:13 (UTC)

die zwei ämter

„guten tag, mein name ist /me , ich war ende dezember von
ihnen zu einer begutachtung vorgeladen worden, und wollte
erfahren, was daraus geworden ist.“

„ja.... hm.... hören sie, der herr [name] ist immer
mittwochs da und auf seinem schreibtisch liegen stapelweise
akten, da wird ihre darunter sein. wenn sie nächste woche
nichts von uns gehört haben, ich nehme an, wir werden bis
dahin ein schreiben rausgeschickt haben, also, diese woche
noch nicht, rufen sie diese woche noch nicht an, sie sind
eine woche zu früh dran. ...“

und? kommt irgendwem hier der passus „ ist immer mittwochs
da und auf seinem schreibtisch liegen stapelweise akten, da
wird ihre darunter sein.“ bekannt vor? nicht? dann lies mal
ein paar einträge zurück. wenn ich den eindruck hätte, daß
der sachbearbeiter ehrlich ist, würde ich vermutlich
mitleid mit dem typen empfinden können, der sich ganz
allein durch aktenberge durcharbeiten muß. aber so glaube
ich, der sachbearbeiter erzählt jedem anrufer einen
standardsatz und weiß überhaupt nicht, ob und wenn, wie
groß der stapel an akten auf dem schreibtisch seines
kollegen ist.

beim arbeitsamt, respektive, der „agentur für arbeit“, habe
ich meine drei-monats-meldung abgesetzt. wegen der
kaugeräusche nehme ich an, die mitarbeiterin war gerade
dabei, ihr frühstück zu verzehren. man sollte am telephon
nichts essen denn das klingt wirklich ekelig.