/me

2004-01-15 13:12:02 (UTC)

geschenkpäckchen

eben klingelte der postbote und brachte ein päckchen für
mich. ein geschenk.

Sir ARTHUR CONAN DOYLE :
„Eine Studie in Scharlachrot“
„Der Hund der Baskervilles“
„Seine Abschiedsvorstellung“
„Die Abenteuer des Sherlock Holmes“
„Das Zeichen der Vier“
„Das Tal der Angst“
„Sherlock Holmes‘ Buch der Fälle“
„Die Rückkehr des Sherlock Holmes“
„Die Memoiren des Sherlock Holmes“

ich hoffe, das die nicht neu übersetzt worden sind. früher
habe ich es mir immer sehr gemütlich gemacht, mit einer
halben myriade kissen und einem kännchen tee und dann habe
ich gelesen bis meine augen brannten und dann, bis sie
asche waren.
jetzt brauche ich in der nächsten zeit kein buch zu kaufen
und kann St. LEMs „Der weiße Tod“ für frühmorgens im
waschsalon aufheben, wenn mein hirn noch halb schläft.
jetzt habe ich fast alle bücher die ich immer schonmal
lesen wollte. vielleicht brinbt B.E. ELLIS was neues
raus, ‚american psycho face two‘ oder so. vor einem oder
zwei jahren habe ich meine horrorbuchsammlung auf einem
flohmarkt verkauft. es waren bücher von beachtlicher gewalt
darunter. neben jeder menge KING und BARKER noch mehr
unbekannte splatterautoren. die leute die an dem stand
vorübergingen, haben mich komisch angesehen, so als ob ich
eine kettensäge unter dem tapeziertisch liegen hätte. die
erste berührung mit horror in der literatur hatte ich in
der schule. ein buch über den WK II , „Die Abenteuer der
Werner Holt“. in einer szene wird ein jude mittels
kreissäge in mehrere teile zerlegt, lebendigen leibes. ich
war total geschockt. anschließend erfolgte die beschreibung
der scheune in der das stattfand. eingeweide und fleisch
hingen an den wänden, darminhalt war auf dem sägetisch
verschmiert und blut und was so aus einem menschen austritt
wenn er „aus sich rausgeht“. in der verfilmung war
glücklicherweise nur das geräusch zu hören. also das singen
des sägeblattes und das schreien des menschen. das schlimme
an einem krieg ist nicht das sterben, sondern das foltern.
wer da stirbt hat glück gehabt. wenn CNN die amis im krieg
zeigt, sind nie verstümmelte leichen oder noch lebende
menschen ohne gliedmaßen oder mit offenen bäuchen zu sehen,
die versuchen, sich die eingeweide wieder ins körperinnere
zu schieben. die amis töten im krieg höchstens aus notwehr
und dann nur mit headshots. wenn überhaupt. *zyn* der tod
ist selten schnell und gnädig, es sei denn, man schenkt ihn
sich selbst.