/me

2004-01-05 13:21:26 (UTC)

stahl (imperativ)

APOCALYPTICA, „Inquisition Symphony“
bei psydoc habe ich um austellung eines rezeptes für
doxepin und tavor gebeten. nein, ich bin nicht abhängig von
tavor. auch nicht in form dieser Low-Dose-Dependence oder
wie das heißt. ich nehme das zeug selten, ich mißbrauche
es. und du hast schweigepflicht. und solltest du sie
brechen, werde ich herausfinden wo du wohnst...

ich war einkaufen und traf eine ehemalige mitarbeiterin des
altenheimes in dem ich tätig war. sie erzählte mir, sie sei
kurz bevor sie in rente ging, depressiv geworden. sie, die
immer eher spöttisch auf die psychos reagierte. und sie
habe krebs gehabt, der laut der letzten untersuchung
zurückgegangen ist.
wir unterhielten uns, das heißt, eigentlich sprach sie und
ich hörte zu oder versuchte wenigstens, so zu wirken, und
kamen auf die ursachen zu sprechen. ich erzählte von meinem
urgroßvater, dessen sohn, meinem vater und das die
jeweilige strenge erziehung sich auf diejenigen und mich
ausgewirkt habe. sie sagte, sie können verstehen das
ich „so schlimm“ erkrankt sei, nach dem, was ich ihr
erzählt habe, das in meiner familie vorgefallen sei. dabei
hatte ich nichts erzählt, sodnern nur gesagt, das die
erziehung streng gewesen sei.
mir ist durchaus klar, das sie meint, ich sei „schlimm“
dran, denn immerhin war ich ein jahr zu hause. wieso aber
empfinde ich es nicht als schlimm? ok., ich bin nicht
völlig unbelastet, aber ich renne auch nicht herum und
schreie vor schmerz oder sowas.
am belastendsten sind der zwang und das soziale defizit.
beides würde ich gern los sein. und beides geht vermutlich
hand in hand. dabei kann die zurückgezogenheit auch dazu
beigetragen haben, die anzahl der svv-sessions zu mindern.
motto: keine menschen – keine probleme. aber auch. keine
menschen – kein leben.

heute nachmittag werde ich zusammen mit einer gefährtin
ihre schwester vom flughafen abholen. ich bin gern
unterwegs. ich komme ungern an. unterwegs zu sein bedeutet
keine oder nur flüchtige kontakte zu haben. zum tankwart,
zum raststättenpersonal und meistens sind diese menschen
nett. sie verlangen nichts, sie erwarten nichts, sie fällen
kein urteil; der kontakt zu ihnen ist unverbindlich,
verpflichtet zu nichts. ist die beste art, rl- kontakte zu
haben.

zu schneiden wäre gut. ich sehne ich danach und würde fast
alles dafür tun. gestern weilte ich wieder auf den seiten
von psyke.org.

nothing is real but pain now.

du hast mir die worte genommen
die erinnerungen
mein fleisch
ich würde dich gern hassen.