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2003-11-09 22:37:46 (UTC)

doxepin Ld

ANTIDEPRESSIVA (Trizyklische und Tetrazyklische)

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Synonyme:
Amitriptylin, Clomipramin, Doxepin, Maprotilin, Imipramin,
Mianserin, Trimipramin
Beschreibung:
Letale Dosis: bei Erw. ab 1 g.

Symptome
Zentralnervöse Symptome: Bewusstseinstrübung und
Atemdepression bis hin zum areaktiven Koma mit
Atemstillstand.

Kardiale Symptome: Blutdruckabfall und QRS-Verbreiterung
mit Herzrhythmusstörungen verschiedenster Art, wie z. B.
Kammertachykardien, Kammerflimmern und Asystolie. Auch AV-
Blockierungen und Bradykardien sind möglich.

Anticholinerge Symptome: Mundtrockenheit, Mydriasis,
Blasensperre, Fieber, Tachykardie, Agitation, cerebrale
Krampfanfälle.

Therapie
Magenspülung, repetitive Gabe von Aktivkohle und
Natriumsulfat; intensivmedizinische Überwachung. Bei
Herzrhythmusstörungen, vor allem bei QRS-Verbreitung,
Antidot-Therapie mit Natriumhydrogencarbonat in einer
Dosierung von 1–2 mmol/kg KG i.v.; als Antiarrhythmicum
allenfalls Lidocain (Xylocain®) initial 1 mg/kg KG langsam
i.v.; evtl. Defibrillation. Antiarrhythmika der Klasse IA
und IC sind absolut kontraindiziert. Bei ausgeprägtem
anticholinergen Syndrom Physostigminsalicylat (Anticholium®
Amp.) Erw. initial 2 mg, ggf. Wiederholung nach 30–40 Min.
Kinder 0,02–0,06 mg/kg KG.

Sekundäre Giftentfernungsmaßnahmen wie forcierte Diurese,
Hämodialyse, Hämoperfusion sind nicht wirksam.