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2003-10-19 10:21:33 (UTC)

keine zeit

„Ein Quanten-Versuch führt zu Fragen jenseits der Physik :
Basieren die Wechselbeziehungen zwischen Lichtteilchen auf
einer geheimnisvollen Intelligenz, für die Zeit keine Rolle
spielt?

Wenn der Physiker Antoine Suarez von den neuesten
Erkenntnissen der Quantenforscher erzählt, kann einem ein
Leichter Schauer über den Rücken laufen.
Quanten sind kleinste unteilbare Einheiten wie zum Beispiel
die Photonen, Elementarteilchen des Lichts. Sie sind
anscheinend unberechenbar und verstoßen gegen die
physikalischen Gesetze – deshalb sind sie für Physiker hoch
spannend, denn Experimente mit diesen spukhaften Teilchen
führen tief in das Regelwerk unserer immer noch
geheimnisvollen Wirklichkeit. Ein mittlerweile klassischer
Versuch besteht darin, mit einem Laser zwei Photonen zu
erzeugen und diese durch zwei Glasfasern zu schicken. Die
beiden Photonen treffen in gleicher Entfernung hinter ihrer
jeweiligen Glasfaser auf halb durchlässige Spiegel, von
denen sie entweder durchgelassen oder zurückgeworfen
werden. Das Erstaunliche ist, daß „die Teilchen sich immer
gleich verhalten“, sagt Suarez [...] „entweder werden beide
durchgelassen oder zurückgeworfen.“
Als Grund dafür nimmt die Quantentheorie an, daß die beiden
Partikel miteinander „verschränkt“ sind – es also einen
Informationsaustausch zwischen ihnen gibt : ein
Steuersignal, mit dem das eine Teilchen dem anderen
mitteilt, wie sich „verhalten“ soll. Für diese Übermittlung
steht den Photonen ein unvorstellbar geringer Zeitraum zur
Verfügung – die Zeit zwischen dem Auftreffen des ersten
Partikels auf dem Spiegel und dem Ankommen des zweiten. Das
beide ungleichzeitig ankommen, hat eine einfache
Ursache : „Die Länge der Wege“, so Suarez „ weicht auch bei
exaktester Fertigung immer einige Mikrometer voneinander
ab, sodaß ein Lichtteilchen ein paar Billionstel Sekunden
vor dem anderen ankommt und sein Steuersignal abstrahlt.“
Dieses Signal wirke selbst über größte Entfernungen und mit
Überlichtgeschwindigkeit.
Suarez: „Ein Experiment in Genf im Jahr 2000 ergab, daß
diese geheimnisvolle Verbindung mindestens zehn Millionen
Mal schneller als das Licht sein muß.“ Das zeige:
Einsteins Annahme, daß in der Natur nichts schneller als
das Licht sei, ist falsch. Aber das ist nur die eine
verblüffende Schlußfolgerung, die der Forscher zieht. Die
zweite entspringt einem Experiment, mit dem er noch tiefer
in die Geheimnisse der Quantenwelt eindringen wollte.
Mit Valerio Scarani entwarf er eine Apparatur, bei der
einer der Spiegel sich gegenüber dem anderen bewegt und
sich mit hoher Geschwindigkeit entfernt. Dadurch tritt in
diesem ein Phänomen auf, das – so Suarez – Einstein richtig
vorhergesagt habe und das inzwischen experimentell bewiesen
sei : „Wie wir durch Zeitmessungen wissen, vergeht die Zeit
in schnellen Systemen wie Flugzeugen langsamer.“ Deshalb
könnten Beobachter in verschiedenen Bewegungszuständen die
zeitliche Reihenfolge zweier Ereignisse umgekehrt
wahrnehmen.
Diese Konsequenz der Relativitätstheorie kommt in Suarez´
Experiment zur Anwendung.
Gemäß der Messung im Zeitsystem des stehenden Spiegels
trifft das Photon hier früher auf als das andere Photon auf
den schnellen Spiegel – gemäß der Messung im Zeitsystem des
schnellen Spiegels trifft das Photon hier früher auf als
das andere auf den stehenden Spiegel. Das bedeutet : Keines
der beiden Partikel kommt als erstes an, also kann es auch
kein Steuersignal zwischen ihnen geben.
Suarez: „Die Abhängigkeit voneinander müßte verschwinden,
aber dennoch verhält sich das Pärchen wieder völlig
konform“ – wie im ersten Versuch passieren entweder beide
Teilchen den Spiegel, oder sie werden beide reflektiert.
Die Folgerung daraus? „Die Zeit steht still“, sagt der
Physiker ehrfürchtig. „Es ist, als ob eine mächtige
unsichtbare Intelligenz die Wechselbeziehungen erzeugen
kann, ohne dabei Zeit zu gebrauchen.“
Der „Quantenspuk“ zeige, daß hinter der sichtbaren Welt
unsichtbare Ursachen am Werk seien, die Entscheidungen
träfen, deren Wirkungen sich vollends der menschlichen
Kontrolle entzögen. Suarez: „Ganz egal, wie man die
Intelligenz nennt, gott, Engel oder sonstwas – jetzt sind
die Philosophen gefragt.“
~~~
faszinierend. orte, an denen vergangenheit, gegenwart und
zukunft gleichzeitig _nicht_ existieren. kann denn, wenn
die zeit stillsteht, die zeit selbst existieren? und der
raum, die raum-zeit. kann beides losgelöst voneinander
existieren? kann es raum geben ohne zeit? kann es zeit
geben, wenn sie sich nicht ausdehnt oder zusammenzieht,
weder gekrümmt noch linear?
wenn ich solche artikel lese, möchte ich mindestens viele
tausend jahre alt werden können damit ich erleben kann, was
sich daraus entwickeln wird.


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